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Würdet ihr den Namen eures Mannes annehmen?

von Stephanie Vinzens

19 NOVEMBER 2018

Life

Hailey Baldwin heisst jetzt auf Instagram Hailey Bieber. Für Friday-Redaktorin Stephanie Vinzens käme es nie in Frage, ihren Namen für einen Mann aufzugeben.

Obwohl Hailey Baldwin und Justin Bieber angeblich heimlich im September geheiratet haben, äusserte sich das Paar nie dazu. Dieses Wochenende hatte das Schweigen jedoch ein Ende: Biebs postete eines von vielen Paparazzi-Bildern, das ihn und Hailey beim Turteln zeigt und schrieb: “Meine Frau ist toll.” Und Hailey? Die änderte sogar ihren Insta-Namen auf @haileybieber.

Allgemein scheint Hailey ziemlich vernarrt in den Nachnamen ihres 24-jährigen Gatten zu sein. Letzte Woche trug sie an einem Levi’s-Event eine Denim-Jacke mit der Aufschrift "Bieber" auf dem Rücken. Laut "TMZ" hat die 21-Jährige sogar den Namen "Hailey Bieber" als Marke registrieren lassen. Ob da mal eine Modelinie folgt? Auch musste sich das Model ziemlich ins Zeug legen, um ihren Insta-Namen ändern zu können - denn @haileybieber gab es schon als Fan-Account. Angeblich habe Justin höchstpersönlich bei Instagram dafür gesorgt, dass seine Liebste auch auf Insta seinen Namen tragen kann.

Ich bin niemandes Eigentum

Auch in der Schweiz bevorzugen Frauen es, bei der Eheschliessung den Namen des Mannes anzunehmen. Während im Jahr 2017 laut Bundesamt für Statistik nur rund zwei Prozent der Männer den Namen der Frau übernommen haben, legten knapp 70 Prozent der Frauen ihren eigenen Namen ab, um künftig wie ihr Gatte zu heissen. Für mich äusserst verwunderlich, denn mir war schon immer klar: Sollte ich jemals heiraten, würde ich niemals den Namen meines zukünftigen Mannes annehmen – es sei denn, er ist so wohlklingend wie Cartier oder Gucci (aber auch dann eigentlich eher nicht).

Als Kind fand ich meinen Namen wohl einfach schön und sträubte mich deshalb dagegen, ihn jemals abzugeben. Je älter ich wurde, desto fragwürdiger erschien mir eine Namensänderung aber. Wieso in aller Welt wird von Frauen erwartet, bei der Ehe einen grossen Teil ihrer Identität abzulegen, während der Mann seinen ohne sich je dafür zu rechtfertigen behalten darf? That’s why: Die Tradition stammt aus einer Zeit, zu der die Frau ihr Leben lang das Eigentum von Männern war – zuerst vom Vater, dann vom Ehemann. Der Namenswechsel symbolisierte damals, dass die Frau nun Besitz ihres Mannes ist. Dieses Denken mag heute nicht mehr gleichermassen präsent sein, die Tradition wird dennoch blind übernommen.

Wenn schon, dann bewusst

Klar, nur weil ich dieser Tradition aus dem Weg gehe, müssen das andere Frauen nicht auch tun. Vielleicht fand man den eigenen Namen einfach schon immer kacke. Oder man identifiziert sich eher mit der Familie des Freundes, als mit der eigenen. Es gibt einige legitime Gründe. Wichtig ist, dass hinter der Namensänderung zumindest eine bewusste Entscheidung steht und man es nicht nur tut, weil es eben schon immer so gemacht wurde. Denn so wird sozialer Fortschritt verhindert.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Findet ihr es romantisch, den Namen des Mannes anzunehmen oder haltet ihr das für eine überholte Tradition? Weshalb habt ihr euch dafür oder dagegen entschieden? Wir sind gespannt!

Auszüge aus diesem Artikel wurden bereits am 23. März 2018 veröffentlicht.

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