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Willow Smith lässt sich 24 Stunden in eine Box sperren

von Marie Hettich

12 MÄRZ 2020

Life

Im Rahmen einer Kunstaktion hält sich Musikerin Willow Smith zusammen mit ihrem Maybe-Boyfriend Tyler Cole 24 Stunden lang in einer transparenten Box auf. Das Ziel: auf psychische Krankheiten aufmerksam zu machen.

Schon als Kind litt Willow Smith unter Angstzuständen. Ihr ganzer Körper verkrampfte dabei so sehr, dass die 19-Jährige heute aufgrund eines verschobenen Wirbels chronische Nackenschmerzen hat. "Uns könnte jederzeit etwas zustossen – so wie es Kobe Bryant passiert ist. Ich glaube, jede hat ein Stück weit Angst davor, nicht zu wissen, was in der Zukunft passieren wird, nicht zu wissen, ob man auf dem richtigen Weg ist, nicht zu wissen, ob man die richtigen Entscheidungen trifft", so Willow zur "Los Angeles Times".

Willow Smiths neues Album, das sie zusammen mit Tyler Cole, ihrem rumored Boyfriend, aufgenommen hat, erscheint am Freitag – und heisst: "The Anxiety", die Angst. Auch der 23-jährige Tyler weiss, wie sich überbordende Angst anfühlt: Eine Zeit lang musste er sich jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen übergeben, erzählt Willow. So fest überzeugt war er davon, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird.

24 Stunden in Stille

Umso erstaunlicher ist die Kunstaktion, die sich Willow und Tyler nun zusammen ausgedacht haben: Seit Mittwochabend um 21 Uhr (US-Zeit) befinden sich die beiden in einer transparenten Box, die im Museum of Contemporary Art in Los Angeles aufgestellt wurde. Nur zum Pinkeln dürfen sie die Box verlassen. Reden ist nicht erlaubt – "aber es könnte gut sein, dass wir grunzen oder schreien", so Willow. "Die Instinkte könnten mit uns durchgehen." Auf einer grossen Leinwand haben sie die Möglichkeit, Gedanken aufzumalen oder aufzuschreiben.

Willow und Tyler wollen sich im Rahmen der 24-Stunden-Aktion ganz bewusst den verschiedenen Phasen eines Angstschubs hingeben – angefangen von Emotionen wie Paranoia und Wut über Traurigkeit bis hin zu Mitgefühl und Akzeptanz. "Die Akzeptanz der eigenen Ängste ist der erste Schritt zum Verständnis", sagt Willow. Da macht die Box als Symbol für das Innehalten, für die Auseinandersetzung mit sich selbst, natürlich Sinn.

Die Museums-Besucherinnen dürfen den beiden maximal 15 Minuten lang zuschauen. Danach werden sie in einen Raum voller Selbsthilfebücher weitergeleitet – und können an Organisationen, die sich dem Thema psychische Gesundheit verschrieben haben, Geld spenden. Und – lucky us – hier gibts die Aktion im Livestream.

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