Getty Images 885533736
Getty Images

Wie ihr mit Bäumen vielleicht das Klima rettet

von Stephanie Vinzens

5 JULI 2019

Life

Wälder anzupflanzen könnte laut einer neuen Studie der ETH Zürich die effektivste Lösung gegen den Klimawandel sein. Wir haben nachgefragt, wie ihr direkt dabei helfen könnt.

  • Internationale Projekte unterstützen

    "Viele Organisationen und NGOs auf der ganzen Welt arbeiten aktiv an der Wiederherstellung von Vegetation und Böden", so Tom Crowther, Mitautor der ETH-Studie. Auf der Website des Crowther Lab, gibts eine ständig wachsende Liste internationaler Projekte, die ihr sowohl finanziell als auch durch Freiwilligenarbeit unterstützen könnt.
  • Bestehende Wälder schützen

    "Noch heute werden weltweit jede Sekunde grosse Flächen Wald gerodet. Für mich hat es deshalb Priorität, dass wir die Wälder schützen, die wir haben" so Rico Kessler von Pro Natura. Die Schweizer Naturschutzorganisation selbst setzt sich sowohl bei uns als auch im Ausland für den Waldschutz ein. "In der Schweiz selbst haben wir mehrere Naturwaldreservate. International unterstützen wir als Teil des Netzwerks Friends of the Earth vor allem Organisationen in Malaysia und Indonesien, die sich gegen die Rodung von Wäldern für den Palmölanbau wehren", so Kessler. Wer einen finanziellen Beitrag leisten möchte, kann Pro Natura direkt mitteilen, wohin das Geld fliessen soll.
  • Holz aus Schweizer Produktionen kaufen

    Bernhard Pauli, Leiter der Abteilung Waldwissenschaften an der Berner Fachhochschule, findet eine gezielte Schaffung zusätzlicher Waldflächen wäre in der Schweiz kein wirksamer Ansatz, da die notwendigen Flächen dafür fehlen. Zudem würden wir seit Jahren weniger Schweizer Holz nutzen, als zuwächst. Dadurch sind unsere Wälder in vielen Regionen überaltert – und alte Bäume binden aufgrund ihres geringeren Wachstums weniger CO2. Wichtiger sei es deshalb, unser Holz nachhaltig zu verwerten: "Indem wir es zum Beispiel für den Häuserbau oder die Herstellung von Möbeln verwenden, wird das CO2 langfristig gebunden. Auch können sich so unsere Wälder verjüngen, weil es wieder Platz für neue Bäume gibt", so Pauli. Unterstützen können wir diesen Prozess, indem wir vermehrt Holz aus Schweizer Produktion kaufen. Da herrsche laut Pauli noch Verbesserungspotenzial: "Wir importieren zurzeit viel verarbeitetes Holz, das womöglich nicht mit gleich hohen Standards wie in der Schweiz produziert wurde."

  • Im eigenen Garten einen Baum pflanzen

    Wer einen grünen Daumen und einen Garten hat, packt am besten selbst an, finden sowohl Tom Crowther als auch Bernhard Pauli. "Das mag zwar nur ein Baum sein. Wenn aber Millionen von Menschen in ihren Gärten Bäume anpflanzen, ist das durchaus eine effektive Form der CO2-Bindung", so Pauli. Crowther empfiehlt zudem, lokale Behörden zu kontaktieren, um Auskunft darüber zu erhalten, welche lokale Arten sich eignen.
  • Sich auf Social Media laut machen

    Dieses Engagement raubt weder viel Zeit noch Geld: "Uns hilft es schon sehr, wenn viele Menschen ihr Umfeld über die Notwendigkeit des Waldschutzes sensibilisieren und unsere Inhalte in den sozialen Medien teilen", so Yves Zenger von Greenpeace Schweiz.

Noch mehr von uns
Was hältst du von diesem Artikel?
  • :(
  • love it no Data :(
  • haha no Data :(
  • wow no Data :(
  • traurig no Data :(
  • wütend no Data :(
  • love it
  • haha
  • wow
  • traurig
  • wütend