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Von welchen Sextoys ihr die Finger lassen solltet

von Gloria Karthan

31 JANUAR 2019

Health

Die Stiftung Warentest hat 18 Toys getestet. Bei fünf stimmt die Chemie nicht – sie enthalten grosse Mengen an Schadstoffen, die zwischen unseren Beinen so gar nichts verloren haben.

Obwohl es bei ihrer Anwendung zwangsläufig zu Körperkontakt kommt, gibts bislang keine Schadstoffgrenzen für Sextoys. Die Stiftung Warentest hat jetzt erstmals einen Sextoy-Check gemacht und 18 Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe einem Schadstofftest unterzogen. "Wir waren streng – denn Schadstoffe gehören nicht in Sexspielzeug", sagt Chemikerin Dr. Sara Wagner-Leifhelm, Projektleiterin der Stiftung Warentest.

Trotzdem wurden in manchen Toys bedenkliche Stoffe gefunden, die sogar als krebserregend gelten und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Mangelhaft abgeschnitten haben etwa Toys von Doc Johnson und Pipedream. Aber auch vom We-Vibe Sync Couples, einem der beliebtesten Paarvibratoren auf dem Markt, rät die Stiftung Warentest ab. Der Ladekontakt des 160 Franken teuren Toys gebe so hohe Mengen Nickel ab, dass der Vibrator laut Testbericht gar nicht erst hätte verkauft werden dürfen.

Habt ihr Sextoys daheim?

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Der Auflegevibrator Womanizer, der mit seinen 220 Franken zum höheren Preissegment gehört und das meistverkaufte Sextoy der Schweiz ist, wurde ebenfalls getestet. Es hat nur für ein "Befriedigend" gereicht, denn es konnten "geringe Schadstoffgehalte" nachgewiesen werden. Das Toy darf aber weiterhin im Nachttischli bleiben, denn die Stoffe seien "nicht besorgniserregend".

Dass unbedenkliche Sextoys nicht teuer sein müssen, zeigt der Testsieger: Der Ocean Vibrator von Fun Factory hat die Bestnote 1,0 erhalten und ist schon für unter 50 Franken erhältlich. Bei den getesteten Liebeskugeln schnitten die Luna Beads Noir von Lelo gut ab. Für unter 40 Franken kann man damit die Beckenbodenmuskulatur trainieren.

Die Stiftung Warentest hat ausserdem noch ein paar Toy-Tipps auf Lager: Verschiedene Sexspielzeuge sollten nicht zusammen aufbewahrt werden, da unterschiedliche Materialien sich gegenseitig angreifen können. Und: Selbst der Testsieger sei nur wirklich sauber, wenn man ihn vor und nach dem Gebrauch gründlich reinigt – samt allen Rillen und Ritzen.

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