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Was ist eigentlich vegane Mode?

von Vanessa Vodermayer

29 APRIL 2019

Fashion

Vegane Kleider und Accessoires verhindern Tierleid und minimieren den ökologischen Fussabdruck – oder? Naja, gewisse Dinge sollten dennoch beachtet werden.

Die vegane Garderobe gehört längst nicht mehr zur Nische. Es gibt immer mehr coole Brands, die auf vegane Kleider und Accessoires setzen. Auch im Fast-Fashion-Sektor werden problematische Materialien wie Angora und Mohair, die mit Tierquälerei in Verbindung gebracht werden, nach und nach verbannt. Im Februar feierte in Los Angeles sogar die "Vegan Fashion Weeks" Premiere. Und vor zwei Wochen launchte Topshop seine erste vegane Schuhlinie.

Vegan heisst nicht automatisch nachhaltig

Im Grunde genommen darf jeder Artikel, der frei von tierischen Produkten ist, als vegan bezeichnet werden. Beispielsweise Sportschuhe, die fast ausschliesslich aus Kunststoff bestehen. Aber haben wir Trinkröhrli und Plastiksäcke nicht gerade dem Umweltschutz zuliebe aus unserem Alltag verbannt?

Auch veganes Leder besteht manchmal aus erdölbasiertem Kunstleder und lässt sich nicht biologisch abbauen. Hinzu kommt, dass die Lebensdauer eines Kunstlederproduktes meist geringer ist, als von einem aus Echtleder. Generell kann man also nicht sagen, dass vegane Mode automatisch ressourcensparender ist – dafür allerdings sicher tierleidfrei.

Beim Shoppen genau hinsehen

Ein Blick auf die Materialzusammensetzung gibt Auskunft über die verwendeten Rohstoffe des Kleidungsstücks. Oftmals wird allerdings nicht deklariert, welche Art von Klebstoff die Taschen, Schuhe oder den Gürtel zusammenhalten. Gängige Leime basieren auf Glutin oder Kasein. Während Glutin Tierknochen enthält, besteht Kasein aus Milchprotein. Ebenfalls sollten Knöpfe und Patches unter die Lupe genommen werden – hier werden manchmal Permutt, Horn oder Echtleder verwendet.

Behält man die eben genannten Punkte im Hinterkopf, herrscht freie Bahn für das vegane Shopping-Vergnügen – zumindest, wenns das Budget zulässt. Vegane Labels setzen häufig auch auf nachhaltige Produktion, die Teile haben daher einen anständigen Preis. Faire Löhne, qualitatives Rohmaterial und unbedenkliche Herstellung rechtfertigen allerdings, dass man etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Hier kann man vegane Mode kaufen

In den unendlichen Weiten des World Wide Webs tummeln sich inzwischen zahlreiche virtuelle Läden, in denen plantbased Fashionistas auf ihre Kosten kommen. Steht der Nachhaltigkeitsgedanke bei euch im Fokus, solltet ihr bei der Wahl des Händlers sicherstellen, dass eure Fundstücke nicht gerade vom anderen Ende der Welt aus verschickt werden.

Beim Online Shop Favorite Fair gibts fair produzierte Mode aus nachhaltigen und veganen Materialien. Bei Avesu gibts vegane Schuhe und Accessoires. Bei Rrrevolve kann man online sowie vor Ort in den Läden shoppen. Kari Kari führt hippe Slow Fashion und das Schweizer Label Sanikai produziert sogar in Lugano. Und hier haben wir euch schon einmal fünf vegane Accessoire-Brands vorgestellt. Happy Shopping!

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