First Ladies Aufmacher
Bilder: Getty Images, Collage: Isabelle Kohler

US-First-Ladies stellen sich alle gegen Trump – auch Melania

von Gina Buhl

20 JUNI 2018

Life

Ehemalige First Ladys bezeichnen in ihren Tweets Trumps Beschluss, Migrantenfamilien an der Grenze zu trennen, als grausam. Sogar seine eigene Frau ist gegen ihn.

"Manchmal überwiegt die Wahrheit eigene politische Ansichten". Mit diesen Worten retweetet die ehemalige First Lady Michelle Obama am Montag einen Auszug des Essays ihrer Vorgängerin Laura Bush.

In ihrem anklagenden Essay, der vergangenen Sonntag in der "Washington Post" erschienen ist, spricht sich Bush deutlich gegen Trumps Entscheid, Migrantenfamilien an der Grenze zu Mexiko trennen, aus: "Ich lebe in einem Grenzstaat. Ich sehe ein, dass es notwendig ist unsere internationalen Grenzen zu verteidigen und zu schützen – aber diese Null-Toleranz-Politik ist grausam. Es ist unmoralisch. Und es bricht mein Herz."

Auch die ehemalige First Lady und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton teilt Bushs Ansichten. Sie reiht sich am Montagabend in die Retweets ein und fügt hinzu, dass es – anders als das Weisse Haus gerade behaupte – nicht gesetzlich vorgeschrieben sei, Familien an der Grenze zu trennen. "Das, was dort gerade passiert ist eine Menschenrechtskrise. Jeder, der über einen Hauch Mitgefühl verfügt, sollte schockiert sein."

Mit Rosalynn Carter spricht sich dann schliesslich die vierte ehemalige First Lady gegen Trump aus: Die aktuelle Vorgehensweise der Regierung sei erbärmlich und eine absolute Schande für die USA.

Etwas zurückhaltender fallen die Worte der aktuellen First Lady aus. In einem Statement, das Trumps Pressesprecherin der "CNN" abliefert, heisst es: "Mrs. Trump hasst es, mitanschauen zu müssen, dass Kinder von ihren Eltern getrennt werden." Sie glaube, die USA müsse ein Land sein, in dem Gesetze eingehalten werden – aber auch ein Land, das mit Herz regiert werde. Ob sie bei diesem Satz kurz ausgeblendet hat, wer in diesem Land gerade das Sagen hat?


Die Einigkeit der First Ladys zeigt, dass es hier wirklich um weitaus mehr als bloss eine politische Gesinnung geht, sondern um gesunden Menschenverstand und Moral. Schade nur, dass der mysogyne Präsident sich einen Scheiss darum kümmert, was Frauen denken.

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