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Unsere schönsten Wanderungen in der Schweiz

von Friday Magazine

10 AUGUST 2018

Life

Ihr wollt wissen, in welchen Höhenlagen wir kühle Bergluft schnappen und Kraft tanken? Wir stellen euch unsere Lieblings-Berg-Getaways vor.  

Der Sommer bleibt uns erhalten. Der Asphalt in den Städten heizt vermutlich auch in den kommenden Wochen zusätzlich von unten, die Pools in den Badis sind wenig erfrischend, der Zürichsee gleicht einer lauwarmen Suppe. Wir sehnen uns nach Abkühlung – und suchen sie, wie viele andere auch, in den Bergen. Über den Boom in den Ferienregionen hat die Sonntagszeitung letztes Wochenende berichtet. Heiss begehrt sind kalte Bergseen, Höhenwanderungen oder Schluchten mit Wasserfällen, die wie natürliche Klimaanlagen wirken.

Auch wir waren unterwegs und verraten euch, wo wirs am schönsten finden.

Redaktorin Marie Hettich
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Maries Wanderung mit Aussicht.

Meine Lieblingswanderung: Vom Berghotel Schatzalp zum Restaurant Strela-Pass über Latschüelfurgga wieder zurück (Kanton Graubünden).

Deshalb so toll: Die erste Etappe zum Restaurant Strela-Pass geht ganz schön in die Oberschenkel, wird dann aber mit einem deftigen Zmittag inklusive Mega-Panorama belohnt. Der Weg über Latschüelfurgga zurück zum Hotel ist herrlich abwechslungsreich: Knallgrüne Wiesen, Blumen in allen Farben, karge Bergkluften, ein Bergsee, ein Wald, immer wieder Kühe – wir haben sogar Murmeltiere und einen Hirsch gesehen.

Unbedingt machen: Auf der legendären Schatzalp die Nacht verbringen und von dort aus am nächsten Morgen die Wanderung starten. Aber Achtung: Das Hotel wurde im Jahr 1900 als Luxus-Sanatorium für Lungenkranke gebaut – wer Angst vor Geistern hat, sollte diesen faszinierenden Ort also lieber einfach nur anschauen gehen.

Anreise: Ab dem Bahnhof Davos Platz etwa 15 Minuten Fussweg bis zur Schatzalp-Bahn (Fr. 18.– Retour), die einen direkt zum Hotel bringt .

Dauer: 3 Stunden

Redaktionsleiterin Kerstin Netsch
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Ob sich hier wohl Elfen verstecken?

Meine Lieblingswanderung: Rundweg Von Ligerz am Bielersee durch die Twannbachschlucht (Kanton Bern)

Deshalb so toll: Im Sommer ist es herrlich kühl dort unten in der Schlucht. Nach dem ersten Wegstück an einem rauschenden Bergbach entlang eröffnet sich ein Zauberwald mit kleinen Wasserfällen und Felsen, hinter denen sich Elfen verstecken könnten. Danach läuft man ins Weinbaudorf Schernelz und das Beste zum Schluss: Baden im Bieler See! 

Anreise: Los gehts in Ligerz, wo du mit der Standseilbahn (ab Fr. 2.80) bis Prêles fährst. Von dort durchs Dorf laufen bis zum Wanderweg durch den Wald zur Schlucht. Danach weiter Richtung Schernelz und den Weinweg entlang zurück nach Ligerz.  

Unbedingt machen: In Schernelz im Restaurant Aux Trois Amis Fischknusperli essen, einen Wein von den Winzern direkt nebenan dazu bestellen und die Aussicht auf den Bieler See geniessen

Dauer: 2 Stunden

Im Video siehst du noch mehr von der Schlucht:

Modeassistentin Sonja Siegenthaler
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Auf Sonjas Wanderung läuft einem auch mal ein Kätzchen über den Weg.

Meine Lieblingswanderung: Vom Klausenpass zur Alp Obsaum (Kanton Uri)

Deshalb so toll: Diese Wanderung versetzt mich immer wieder in meine schöne Kindheit zurück. Wir sind dort nämlich jedes Jahr gewesen: Auf dem Klausenpass haben wir die wunderschöne Aussicht bis nach Altdorf genossen, sind an den Weiden mit Kühen entlang gewandert und haben ein Fels-Plateau passiert, das mich immer an ein Dinosaurier-Skelett erinnert hat. Im Tal-Fluss gabs vor dem Aufstieg zur Alp Obsaum dann noch eine Abkühlung. Genau so mach ichs heute noch. 

Anreise: Mit dem Zug nach Flüelen, danach mit dem Bus zur Klausen Passhöhe (Anreise ab Zürich ab Fr. 47.–)

Unbedingt machen: Die kalten Fleisch- und Käseplättli bei Toni und Bernadette auf der Alp Obsaum sind himmlisch! Wenn man ganz lieb fragt, gibt Toni auch ein Alphorn-Ständchen zum Besten. Auf den Nachhauseweg stärkt dich ein frischer Krapfen von der Bergstation Sittlisalp.

Dauer: 7 Stunden

Redaktorin Gina Buhl
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Diesen Blick zu den Alpengipfeln musste Gina natürlich knipsen.

Meine Lieblingswanderung: Der Gratwanderweg Stoos vom Klingenstock zum Fronalpstock (Kanton Schwyz).

Deshalb so toll: Die Aussicht auf über zehn Schweizer Seen und Alpengipfel ist der absolute Knaller – und das Wandern über den teilweise ziemlich steil abfallenden Grat sehr beeindruckend. Beim Fotos knipsen – was ihr bei dieser Aussicht auf jeden Fall tun werdet – also auf festen Stand achten und aufs Smartphone aufpassen. Die Strecke würde ich als eher sportlich bezeichnen, was bei mir grundsätzlich einen Pluspunkt gibt. Ich liebe dieses ausgepowerte Gefühl am Ende des Tages!

Unbedingt machen: Bei der beeindruckenden Aussicht, nicht vergessen, einen Blick auf die vielen und teilweise ziemlich seltenen Alpenblumen am Wegesrand zu werfen – die sind nämlich mindestens genau so schön.

Anreise: Die hats in sich! Zum Start ins autofreie Stoos auf 1'300 m.ü.M. führt die steilste Standseilbahn der Welt (Ich hab mir in die Hose gemacht) oder die kleine Luftseilbahn Morschach-Stoos (ab Fr. 11.–) Dann gehts zu Fuss durch das kleine Bergdorf, anschliessend hoch zum Klingenstock Gipfel und über den Grat.

Dauer: 4-5 Stunden

Praktikantin Luise Pomykaj
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Luise fand den wohl spektakulärsten Platz für ein Picknick.

Meine Lieblingswanderung: Auf den Niederbauen (zwischen den Kantonen Nidwalden und Uri)

Deshalb so toll: Diese Wanderung beinhaltet das volle Programm: Erst cruist man mit dem Schiff auf dem Vierwaldstättersee, fährt anschliessend Seilbahn bis zum Wanderweg und läuft durch kleine Waldabschnitte und Täler. Es folgen schwierigere Strecken, wo man auch mal die Hände zum Klettern auf dem Geröll braucht. Der Höhepunkt: Das Stollenloch bei der Gipfelkalotte, durch das man kurz vor der Ankunft ebenfalls klettern muss.

Anreise: Mit dem Auto oder Zug nach Brunnen und von dort aus mit dem Schiff auf dem Vierwaldstättersee (ca. Fr. 15.–) nach Seelisberg. Weiter gehts zu Fuss oder mit der Luftseilbahn bis Weid und dann rauf zum Niederbauen.

Unbedingt machen: Auf dem Rückweg in der Tritthütte "Alp Tritt" vorbei schauen und Kaffee mit Schuss trinken oder ein Fondue-Brot essen.

Dauer:
2-3 Stunden

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