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6 Tipps gegen Reisekrankheit

von Gina Buhl

23 JUNI 2019

Health

Yeeeeeeees, endlich Ferien! Wenn nur dieses flaue Gefühl in der Magengegend nicht wäre. Aber keine Panik – wir haben Tipps für euch.

Schwindel, Schweissausbrüche, Übelkeit und Erbrechen: Wer schon mal auf dem Weg in die Ferien unter Reisekrankheit gelitten hat, weiss, wie unangenehm die vermeintlich erholsame Zeit beginnen kann.

Verwirrte Sinnesorgane

Tatsächlich trifft die Kinetose, wie die Reisekrankheit von Medizinern auch genannt wird, aber nicht jede von uns. Warum? Das konnte die Wissenschaft bis heute nicht klären. Klar ist aber: In Transportmitteln werden unsere Sinnesorgane mit widersprüchlichen Informationen gefüttert und das sorgt für Verwirrung. Nehmen wir eine Reise auf dem Schiff: Während die Augen den Eindruck vermitteln, alles sei bewegungslos, registriert das Gleichgewichtsorgan im Innenohr den schwankenden Boden. Und zack meldet sich der Magen.

Selbstverständlich gibts für ganz üble Fälle verschiedene Medis in der Apotheke. Wer jedoch nicht unbedingt darauf zurück greifen will, kann mit folgenden vorbeugenden Massnahmen und Akutfall-Tricks schon ziemlich viel abfedern.

Was es vor der Reise zu tun gibt:
  • Schone deinen Magen
    Wie bei fast allem, was Ferien betrifft, gilt auch bei der Vermeidung von Reisekrankheit: Vorbereitung is Key! Fangen wir also mal bei dem an, was du deinem Körper vor der Reise zuführst: Alles, was deinen Magen unnötig belastet, ist vor der Reise tabu. Schweres, fettiges Essen, zu viel Kaffee am Morgen, beziehungsweise Alkohol am Abend schön weglassen. Pizza und Vino schmecken mit Meeresbrise um die Nase eh viel besser.
  • Wähle deinen Sitzplatz weise
    Dir gehts im Flugzeug immer mies? Dann buche einen Sitz im Mittelgang und in der Nähe der Tragflächen, also auf Höhe der Flügel. Da schaukelt es bei Turbulenzen nämlich am wenigsten. Auch auf dem Schiff möglichst in der Mitte aufhalten – weil auch hier die Schaukelbewegungen am wenigsten spürbar sind. Du bist im Auto die Beifahrerin? Dann konzentriere dich auf den Verkehr, das lenkt dich ab. Noch besser: Wechsle dich mit der Fahrerin ab – denn wer fährt, hat seinen Blick auf den Horizont gerichtet und bringt die Bewegungsreize nicht aus dem Gleichgewicht.
  • Geniesse die Aussicht – aber richtig
    Schöne Landschaft: Enjoy! Aber achte darauf, dass du dabei nach vorne aus dem Fenster – und nicht aus dem Seitenfenster – schaust. Wenn die Fahrt auf hoher See eine Weile dauert, hältst du dich am besten an der frischen Luft auf. Das hilft. Vorsichtshalber stellst du dich aber am besten auf die windabgewandte Seite des Bootes – falls du dich nämlich doch übergeben musst, kriegt kein anderer Passagier was davon ab. Safety first.
Wenns doch passiert:
  • Atme ganz bewusst
    Sobald du merkst, dass dein Magen sich meldet: Konzentriere dich auf einen Punkt in deiner Umgebung und auf deine Atmung. Atme langsam und regelmässig und achte vor allem vor dem Ausatmen darauf, eine kurze Pause zu machen. Halte den Atem kurz an und lass die Luft dann langsam ausströmen.
  • Finde deinen Druckpunkt
    Auch ein Akupressur kann im Akutfall Abhilfe schaffen: Leg drei Finger deiner linken Hand direkt unterhalb der Beuge deines Handgelenkes der rechten Hand auf. Platziere deinen Daumen direkt unter ihnen und lege ihn mittig zwischen die zwei grossen Sehnen. Hier ist der Druckpunkt "Inneres Tor", der gegen Übelkeit helfen soll. Drücke ihn für eine Minute fest. Dann wiederhole das Ganze auf der anderen Seite.
  • Ingwer und Möhren
    Die ätherischen Öle, die in der Ingwerwurzel stecken, soll Brechreiz reduzieren und auch gegen Schweissausbrüche helfen. Bereite also – wenn möglich – eine Flasche Ingwer-Wasser vor. Auch Kaubewegungen können die Überreaktion des Magens mildern: Nicht nur Kaugummi oder Äpfel, sondern auch Rüebli sollen wirkungsvoll sein.
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