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Stocksy

Eine Fotografin verrät ihre Tipps fürs perfekte Bild

von Luise Philine Pomykaj

11 MAI 2019

Life

Manche Leute sind scheinbar von Natur aus fotogen und sehen auf jedem Bild super aus. Andere scheitern dabei, auch nur ein anständiges Pic von sich zu knipsen. Hier kommt Hilfe vom Profi.

Da will man einfach nur ein schönes Erinnerungsfoto haben oder ein hübsches Selfie knipsen, kriegt es aber nicht gebacken: Ständig sind die Augen zu, es herrscht Doppelkinn-Alarm oder der Hintergrund ist suboptimal. Wir haben Fotografin Noemi Ottilia Szabo gefragt, was es fürs perfekte Pic so braucht.

Noemi, wie bekommt man einen entspannten Gesichtsausdruck hin? Versuche dich, nicht darauf zu konzentrieren, dass du jetzt sofort gut aussehen musst. Versuche, mit der Person hinter der Kamera zu witzeln oder nimm einen Gegenstand in die Hand, um dich abzulenken. Oder machs wie die Models: Kopf leicht heben und den Mund ein bisschen öffnen.

Was hilft, wenn man einfach immer die Augen zu hat? Auf drei zählen und kurz bevor ausgelöst wird, die Augen langsam öffnen. So wirkt der Blick nicht zu starr.

Welche Posen wirken natürlich? Am besten immer leicht seitlich stehen, von vorne sieht man selten vorteilhaft aus. Gewicht leicht aufs hintere Bein verlagern und je nachdem sogar etwas seitlich einknicken. Wie die Stars auf dem roten Teppich.

Hast du Tipps für einen guten Hintergrund? Ich würde darauf achten, keine unerwünschten Personen mit abzulichten. Ruhige Hintergründe sind von Vorteil – sprich Landschaften oder Wasser.

Noemi Ottilia Szabo

Fotografin

Machs wie die Influencer: Fahr dir durchs Haar, mach eine leichte Bewegung, einen kleinen Sprung oder eine Drehung.

Gibts Moves, die man machen kann, damit das Bild nicht so gestellt aussieht? Machs wie die Influencer: Fahr dir durchs Haar, mach eine leichte Bewegung, einen kleinen Sprung oder eine Drehung.

Wo schaut man bei einem Handyfoto am besten hin? Bei einer richtigen Kamera empfehle ich, leicht über das Objektiv zu schauen, so wirken die Augen grösser. Ich denke, dass man das aufs Handy übertragen kann.

Was muss ich beim Licht beachten? Grundsätzlich ist weiches, diffuses Licht am schönsten. Sprich: Wenns bewölkt ist oder am Morgen. Am Abend und späteren Nachmittag ists besser als in der grellen Mittagssonne, wo gern harte, unvorteilhafte Schatten entstehen. Von Blitz bin ich persönlich kein Fan.

Unnamed
Noemi Ottilia Szabo

Nachmittags (rechts) zeichnet das Licht weichere Schatten.

Wie vermeidet man ein Doppelkinn? Dafür gibts einen einfachen Trick: Oberkörper leicht nach vorne beugen und Hals etwas strecken und schwupps ists weg. Dazu möglichst nicht von unten nach oben fotografieren lassen – lieber leicht von oben oder in Augenhöhe.

Welche No-Gos gibts beim Bildausschnitt? Zu viel Himmel: Durch die Perspektive verzieht man automatisch das Gesicht und es wirkt mega lang und spitz. Leicht angeschnittene Bilder sind am besten. Vermeide also, den kompletten Körper abzulichten.

Hast du noch einen Trick? Finde deine Schokoladenseite! Wenn du nicht weisst, was du mit deinen Händen anstellen sollst, steck sie in den Hosensack – das wirkt cool und entspannt. Beine überkreuzen und Arme einstützen hilft auch. Und vor allem: Spass beim Fotografieren haben – das sieht man dann auch auf dem Bild.

Unnamed
zvg

Fotografin Noemi Ottilia Szabo

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