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Die Tate Britain hängt Kunst von Männern ab

von Alisa Fäh

22 DEZEMBER 2018

Life

In der zeitgenössischen Sammlung des Londoner Museums solls 2019 ausschliesslich Werke von Frauen zu bestaunen geben.

Lange galt die Kunstwelt als Männerdomäne. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein: Das Londoner Kunstmuseum Tate Britain arrangiert seine Abteilung für zeitgenössische Kunst neu. Ab April 2019 sollen dort für mindestens ein Jahr nur noch Werke von Frauen hängen – Arbeiten männlicher Künstler werden verbannt.

Tate-Chefin Maria Balshaw sagte gegenüber dem "Guardian", sie hoffe, dass dem Publikum die Änderung gar nicht auffällt – schliesslich sollten Künstlerinnen ein zentraler Bestandteil der jüngeren Kunstgeschichte sein. 60 Werke von 30 Frauen werden ausgestellt, darunter Gemälde, Skulpturen und Filme von Bridget Riley, Rachel Whiteread und Sarah Lucas. Dazu soll es auch noch einzelne Ausstellungen geben, die sich jeweils einer Künstlerin widmen.

Museen machen Fortschritte

In der britischen Kunstszene ist Girlpower angesagt: 2017 übernahm Maria Balshaw die Leitung der Tate-Galerien – als erste Frau an der Spitze des Museumsverbunds. Mit dem neuen Konzept will sie nun Künstlerinnen fördern und die wichtige Rolle von Frauen in der britischen Kunst seit 1960 zeigen. Laut der Tate-Chefin würden Museen zwar Fortschritte machen und mehr Künstlerinnen zeigen, sie findet aber: "Es ging zu lange nur schleppend voran. Wir freuen uns, diesen Prozess jetzt zu beschleunigen."

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