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Profitipps für Sugaring daheim

von Irène Schäppi

12 APRIL 2020

Beauty

Bis Sugaring-Studios ihre Türen wieder öffnen dürfen, wird es wohl noch etwas dauern: Zum Glück lassen sich nachgewachsene Härchen auch zu Hause ganz einfach mit Zuckerpaste entfernen.

Wie Coiffeur- oder Nailsalons sind auch Haarentfernungs-Studios vom Lockdown betroffen. Eines davon ist das Sugaring-Studio Oriental Sugaring im Zürcher Niederdorf. Damit ihre Kundinnen trotzdem unerwünschte Körperhaare loswerden können, verschickt Gründerin Marianne Weiss unter anderem Zuckerpaste für den Heimgebrauch.

Denn nachgewachsene Härchen an Beinen und Achseln lassen sich mit DIY-Sugaring zu Hause ebenso gut entfernen. Und auch die Zuckerpaste könnt ihr in eurer Küche easy selber herstellen. Marianne Weiss verrät euch, wies geht.

  • Wann mit dem Sugaring loslegen: "Sobald eure Haare 7 - 10 mm lang sind, ist der ideale Zeitpunkt fürs Sugaring gekommen", sagt die Oriental-Sugaring-Gründerin. Das wird wohl etwa sechs Wochen nach eurem letzten Sugaring-Termin der Fall sein.
  • Wann muss die Expertin ran: "Falls ihr noch nie beim Sugaring wart, ist es besser abzuwarten und das allererste Sugaring von einer Expertin machen zu lassen", rät Marianne Weiss. Denn nachgewachsene Haarstoppeln würden nach einer Nassrasur borstig in der Haut festsitzen und sich so zuhause nur mühsam mit einer Zuckerpaste entfernen lassen. Erst nach wiederholten Sugaring-Treatments verändert sich die Haarstruktur: Die Härchen werden durch diese Haarentfernungsmethode feiner, was das Sugaring-DIY erleichtert.
  • Dir richtigen Sugaring-Zutaten: "Für die Zuckerpaste braucht ihr den Saft einer halben Zitrone, etwas Wasser und zwei Tassen Kristallzucker", so die Expertin. Weiterer DIY-Tipp: Als Sugaring-Streifen könnt ihr selbstgeschnittene Stoffstreifen verwenden, welche ihr aus einem alten Geschirrtuch (natürlich vorher abgekocht und getrocknet) selber zuschneidet.
  • So geht Zuckerpaste kochen: "Alles zusammen in einer Pfanne auf dem Herd auf tiefer Stufe köcheln bis ein flüssiges Karamell entsteht und durchsichtig blubbert", erklärt Weiss den Prozess. Achtung: Die flüssige Zuckerpaste kann bis über 100°C heiss werden und schwere Verbrennungen verursachen. Darum vorsichtig vom Herd nehmen, etwa 10 Minuten warten und ganz behutsam in ein hitzebeständiges Gefäss – eine Lunchbox sei perfekt dafür – füllen und bis am nächsten Tag abkühlen lassen.
  • Bevor ihr mit dem Sugaring beginnt: "Richtet euch im Badezimmer oder in der Küche ein", lautet der Sugaring-Location-Rat von der Expertin. Denn: Obwohl die Zuckerpaste sehr gut wasserlöslich sei, falle das Putzen ohne Teppich am Boden leichter, weil die Masse klebrig ist. Legt dann vor Ort alles bereit und erwärmt die Zuckerpaste vom Vortag in einer Schüssel mit heissem Wasser auf Körpertemperatur. Wichtig: Achtet darauf, dass die Hautstellen, welche ihr zuckern wollt, fett- und schweissfrei sind, da sonst die Paste nicht richtig haftet.
  • Und so gehts: Die richtige Konsistenz der Zuckerpaste für das Sugaring sollte sich gemäss Marianne Weiss wie flüssiger Waldhonig anfühlen. Ist das der Fall, könnt ihr entweder mit dem Zeigerfinger, einem Messerrücken oder einem Holzkochlöffelgriff etwas Zuckerpaste aus dem jeweiligen Behälter entnehmen. Dreht die Paste dabei wie ein Stück Brot im Fondue, so gibts keine Sauerei. Spannt die betroffene Hautstelle gut an und tragt eine hauchdünne Schicht der körperwarmen Zuckerpaste gegen die Haarwuchsrichtung auf, wonach ihr den Stoffstreifen auf die Sugaringfläche drückt. Danach den Stoff schnell parallel zum Körper – also in Haarwuchsrichtung – wegziehen. Dabei ausatmen nicht vergessen, dann tuts weniger weh.
  • Nachbehandlung: "Mit warmem Wasser abwaschen und mit einem hochwertigem Aloe Vera-Gel pflegen. Sind noch Haare da? Dann den Vorgang auf trockener Haut wiederholen", erklärt die Expertin.
  • Gut zu wissen: "Wird das Sugaring vertikal oder zu langsam durchgeführt und die Haut dabei nicht gespannt, kann das zu Verletzungen der Haut und abgebrochenen Haaren führen", warnt die Oriental-Sugaring-Gründerin. Es sei darum besser nur an Körperstellen wie Beine oder unter den Achseln zu zuckern, weil im Intimbereich nur sehr kleine Flächen aufs Mal bearbeitet werden können und hier die Verletzungsgefahr noch grösser ist. Besser: Eine Expertin ranlassen.
  • Falls die nachwachsenden Haare jucken: Hier empfiehlt sich gemäss Marianne Weiss ein Peeling wie es im Orient vorgelebt wird. Weil auch die Hammams geschlossen sind, könnt ihr euch alternativ für mindestens 30 Minuten in die heisse Badewanne legen. Gebt hierfür 250 Gramm Meersalz ins Wasser geben und lasst eure Haut schön einweichen. Nach etwa 20 bis 30 Minuten könnt ihr euren ganzen Body mit einem Kese (das ist ein Peelinghandschuh) kräftig abreiben. So könnt ihr einwachsenden Haaren vorbeugen und habt danach superweiche Haut.
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