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5 Mythen zum Thema Sonnencreme

von Gloria Karthan

2 JUNI 2020

Beauty

Zum Thema Sonnenschutz kursieren jeden Sommer viele Mythen und Halbwahrheiten. Wir räumen mit den verbreitetsten auf.

1. Die Sonnencreme vom letzten Jahr wirkt nicht mehr

Wie bei allen Kosmetika steht die Haltbarkeit der Sonnencreme auf einem Grafiksymbol in Form eines offenen Cremetiegels. Die Angabe 12 M bedeutet, dass die Sonnencreme nach dem Öffnen mindestens zwölf Monate haltbar ist. Verwendet man die Creme weit über diesen Zeitraum hinaus oder lagert sie falsch, kann die Schutzwirkung nachlassen. Der Lichtschutzfaktor einer Creme nimmt nicht laufend ab – wenn sie ranzig riecht oder plötzlich eine andere Konsistenz hat, sollte aber besser eine neue her. Am besten, ihr bewahrt angebrochene Tuben den Winter über im Kühlschrank auf und achtet darauf, dass die Öffnung nicht von Sand und Co. verschmutzt wird.

2. Wenn der Himmel bewölkt ist, muss man sich weniger eincremen

Wolken blocken dummerweise keine UV-Strahlen ab. Bis zu 90 Prozent der für die Haut gefährlichen Strahlen schaffen es auch eine Wolkendecke. Wolken bestehen aus Wasser, welches das Licht bricht und so die Strahlen sogar verstärkt. Darum wird man bei aufgelockerter Bewölkung noch schneller braun als bei komplett blauem Himmel. Man verbrennt sich dementsprechend aber auch schneller. Diese Lichtreflexionen sorgen übrigens auch dafür, dass man sich auch im Schatten eincremen muss.

3. Wasserfester Sonnenschutz hält dem Schwimmen stand

Auch beim Schwimmen solltet ihr euch unbedingt vor der Sonne schützen. Eine wasserfeste Sonnencreme muss laut Vorgaben nach einem zweimal zwanzigminütigen Bad noch mindestens 50 Prozent des Lichtschutzfaktors aufweisen. Das Problem: Durch Reibung, etwa beim Abtrocknen mit dem Badetuch, lässt der Schutz noch mehr nach und sollte darum nochmal aufgefrischt werden. Schweiss sorgt übrigens auch dafür, dass der Sonnenschutz nachlässt. Deswegen solltet ihr euch alle zwei Stunden neu eincremen, selbst wenn ihr bloss am Beckenrand chillt.

4. Wer sich öfter eincremt, kann länger an der Sonne bleiben

Der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme multipliziert die Eigenschutzzeit unserer Haut – theoretisch. Denn in der Praxis cremen wir oft uns viel zu dünn ein. Mehrfaches Eincremen erhöht den Lichtschutzfaktor nicht, es hält bloss die ursprüngliche Aufenthaltsdauer an der Sonne aufrecht: Wer sich zweimal mit Faktor 25 eincremt, erreicht nicht den Schutz von Faktor 50. Expertinnen und Experten raten übrigens dazu, die Maximalzeit an der Sonne nicht auszureizen und schon nach zwei Dritteln der Zeit in den Schatten zu wechseln, denn bei den Empfehlungen handelt es sich jeweils um Laborwerte.

5. Vorgebräunte Haut benötigt einen niedrigeren Lichtschutzfaktor

Eine gesunde Bräune gibts nicht, denn gebräunte Haut ist immer eine Abwehrreaktion des Körpers vor UV-Strahlung. Den Schutz durch Sonnencreme ersetzt die Bräunung allerdings nicht: Bei Menschen mit Hauttyp I bis III entspricht der Schutz der Eigenbräune etwa dem einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 1,5. Dunklere Hauttypen können durch Vorbräunen nur einen maximalen Lichtschutzfaktor-Schutz von 2 erreichen. Weil viele Leute sich falsch einstufen, setzt die Krebsliga Schweiz übrigens nicht mehr auf die Klassifizierung der Hauttypen und entsprechende Lichtschutzfaktor-Empfehlungen und empfiehlt für Erwachsene allgemein mindestens Faktor 15.

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