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Courtesy of Netflix

Gut, dass wir diese neuen Serien bingen können

von Gina Buhl

23 MÄRZ 2020

Entertainment

Zeit haben wir ja genug – deshalb freuen wir uns auf diese fünf Serien-Releases auch ganz besonders.

"Freud"

Darum gehts: In "Freud" steht Psychoanalytiker Sigmund Freud noch ganz am Anfang seiner Karriere – und das nicht besonders erfolgreich. Seine Methoden werden belächelt, sein Lifestyle (er ist hochgradig kokainsüchtig) schlägt ihm aufs Gemüt und seine Ehe ist futsch. Höchste Zeit also, mit dem Lösen einer grausamen Mordserie für Reputation zu sorgen.

So toll weil... Ella Rumpf, das grosse Nachwuchs-Schauspieltalent der Schweiz, eine der Hauptrollen abgestaubt hat. Die 25-Jährige spielt ein angeknackstes Medium, das zusammen mit Freud und einem traumatisierten Polizisten versucht, die Mordserie zu lösen. Der very darke Plot klingt sehr nach dem der Netflix-Erfolgsserie "Sherlock" – und das reicht ja wohl als Binge-Argument.

Hier könnt ihrs schauen: auf Netflix, ab heute, 23. März

"Run"

Darum gehts: Rubys Leben in der Vorstadt ist todlangweilig. Also macht sie sich auf den Weg nach New York, um den crazy Pakt, den sie mit ihrer College-Flamme Billy vor 17 Jahren getroffen hat, endlich wahr werden zu lassen. Damals haben sie nämlich folgendes beschlossen: Wenn einer dem anderen irgendwann das Wort "Run" textet und der andere dasselbe antwortet, lassen sie sofort alles stehen und liegen, treffen sich bei der Grand Central Station in New York und reisen gemeinsam durch die USA.

So toll weil... das Drehbuch aus den Federn der britischen Schauspielerin und Drehbuchautorin Phoebe Waller-Bridge und Autorin Vicky Jones kommt. Die beiden haben ihren staubtrockenen Humor und das Faible für feinfühlige, nullkommanull-abgedroschene Millennial-Feelings ja schon in der tragisch-komischen Serie "Fleabag" unter Beweis gestellt. Heisst: "Run" kann nur grossartig werden.

Hier könnt ihrs schauen: auf HBO (hier gibts Tricks, wie das auch in der Schweiz geht) oder Sky Comedy, ab 15. April

"Feel Good"

Darum gehts: Stand-Up-Komödiantin Mae ist eine hoffnungslose Romantikerin und gerade erst ihre Drogensucht losgeworden, als sie auf die pragmatische George trifft. Die beiden verknallen sich ineinander – was Meas Eltern, ihrer Drogentherapiegruppe und den Kollegen aus ihrem Stand-Up-Umfeld nicht besonders gefällt. Statt Drogen suchtet Mae nun nämlich die ständige Nähe zu ihrer neuen Freundin – und das wird irgendwann alles sehr kompliziert.

So toll weil... jede und jeder, der schon in einer Beziehung war, sich mit dem Versuch, die perfekte Balance aus Nähe und Freiraum zu finden, identifizieren kann.

Hier könnt ihrs schauen: auf Netflix, seit 19. März

"Unorthodox"

Darum gehts: "Unorthodox" erzählt die Story der jungen Jüdin Esther, die aus ihrer ultra-konservativen jüdischen Gemeinschaft in New York abhaut, um in Berlin neu anzufangen. Klappt gut – Esther findet schnell Freunde und erkundet das Nachtleben. Doch dann holt sie ihre Vergangenheit ein.

So toll weil... die Serie auf dem gleichnamigen Bestseller von Deborah Feldmann beruht, die damit ihre eigene fesselnde Story verarbeitet hat. Deborah Feldmann ist nämlich in einer konservativen jüdischen Gemeinde aufgewachsen, in der Englisch verboten ist, Frauen unterdrückt werden und der Holocaust als Strafe Gottes verstanden wird. Das Buch war aufwühlend, rührend und empowering zugleich – die Chancen stehen gut, dass die Netflix-Version das auch schafft.

Hier könnt ihrs schauen: auf Netflix, ab 26. März

"Betty"

Darum gehts: Eine Skater-Girl-Crew versucht sich in der von Männern dominierten Skaterszene in New York durchzuboxen, erwachsen zu werden und ihre Freundschaft jeden Tag neu zu erfinden.

So toll weil... Janay so stur ist, dass es nervt, Honeybear ohne Punkt und Komma labert, Kirt eine Aufreisserin ist und Indigo ein Trampeltier mit dem IQ von Einstein. Jede von ihnen ist schräg – auf ihre ganz eigene Art. Genau deshalb geraten sie ständig aneinander und genau deshalb halten sie egal, was kommt, zusammen. Jeder hat eine Janay oder eine Honeybear in seinem Leben – und "Betty" erinnert daran, warum man sie so liebt.

Hier könnt ihrs schauen: auf HBO, ab Mitte April

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