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Wie ihr bei Naturkosmetik den Durchblick behaltet

von Janine Heini

18 MAI 2019

Beauty

Naturkosmetik boomt, doch mit der Auswahl wird auch die Verwirrung grösser. Wir erklären, welche Siegel, Labels und Bezeichungen was bedeuten.

Die Naturkosmetik-Branche gilt zurzeit als der am schnellsten wachsende Markt in der Beauty-Welt. Ständig poppen neue Labels auf, die noch grüner sein wollen als alle anderen, und immer mehr scheinen mit Bezeichnungen wie "natürlich", "vegan" und "clean" zu werben. Doch wie viel Natur steckt wirklich in den Produkten?

So wird Naturkosmetik definiert

Grundsätzlich besteht natürliche Kosmetik nur aus pflanzlichen und mineralischen nachhaltigen Naturrohstoffen. Auf chemische Inhaltsstoffe, Erdölbestandteile und synthetische Konservierungsstoffe, die schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen und die Umwelt haben können, wird verzichtet.

Zertifizierte Naturkosmetik verwendet zudem keine Rohstoffe vom toten Tier und führt keine Tierversuche durch. Ausserdem wird vorausgesetzt, dass die Produkte umwelt- und ressourcenschonend produziert werden. Auch die Verpackungen sollten ökologisch produziert und recycelbar sein.

Der Begriff "Naturkosmetik" ist rechtlich nicht geschützt. Mit der Codecheck-App codecheck.info lassen sich die Barcodes von Produkten scannen – so erhaltet ihr einen Überblick über die Inhaltsstoffe und wie problematisch diese sind.

Unabhängige Institute vergeben zudem Siegel für zertifizierte Naturkosmetik. Allerdings ist eine solche Zertifizierung mit erheblichen Kosten verbunden. Kleine Brands können sich ein solches Label oft nicht leisten, auch wenn sie gute Inhaltsstoffe aufweisen. Diese Siegel solltet ihr kennen:

5 Begriffe, die man unterscheiden muss
  • Organic (Bio) Kosmetik
    Organische (Biologische) Kosmetik ist Naturkosmetik, die zu 95% aus kontrolliertem biologischem Anbau stammt. Dabei handelt es sich um die hochwertigsten Produkte im Naturkosmetik-Markt.
    Beispiele: Lavera, Weleda, Logona, Speick
  • Naturkosmetik
    Nachhaltig pflanzliche Inhaltsstoffe mit grossem Bioanteil.
    Beispiele: Annemarie Börlind
  • Naturnahe Kosmetik (auch Phytokosmetik)
    Eine Mischform von Natur- und konventioneller Kosmetik, die auf pflanzliche Wirkstoffe setzt und sie mit künstlichen Konservierungs- und Duftstoffen kombiniert.
    Beispiele: Phyto, Sisley
  • Clean Beauty
    Clean heisst oft nichts anderes, als dass auf gewisse schädliche Inhaltsstoffe wie Silikone, Parabene oder Paraffine verzichtet wird. Erkennbar sind sie an dem angeschriebenen "ohne/free from". Der Rest des Inhalts kann trotzdem noch künstlich hergestellt sein.
    Beispiele: Dr. Barbara Sturm, Origins
  • Vegan Beauty
    Vegane Kosmetik enthält keine Stoffe tierischen Ursprungs. Das Siegel der Veganblume kennzeichnet Kosmetik, deren gesamter Produktionsprozess ebenfalls tierbestandteilfrei ist. Vegane Pflegeprodukte sind jedoch nicht zwangsläufig reine Naturkosmetik.
    Beispiele: CD, Wet & Wild
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