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Bilder Getty und IStock, Collage Friday

So könnt ihr eure Kleider natürlich färben

von Chiara Schawalder

29 JANUAR 2020

Fashion

Kühl- und Kleiderschrank vereinen und ausschliesslich mit natürlichen Produkten färben? Das Zürcher DIY-Duo Anna und Juan hat uns erklärt, auf was ihr achten müsst.

Selbst grosse Modehäuser kehren zurück zu den Ursprüngen des Textil-Handwerks: Materialien wie Leinen und Mulltuch gibts bei Labels wie Dior und Jacquemus immer öfter zu sehen. Der nächste Step zu nachhaltigerer Produktion ist das natürliche Färben sein. Die Vorteile: Es werden keine synthetischen Substanzen gebraucht und wir können unseren Müll wiederverwerten.

Das Zürcher Duo Anna und Juan bietet eine grosse Auswahl von Kursen im Bereich des natürlichen Färbens an und hat uns 5 Tipps gegeben, wies auch zu Hause klappt:

  • Normalerweise gibt man Pflanzen oder Pflanzenbestandteile in einen Topf mit Wasser, erwärmt alles und lässt den Stoff im Sud einwirken. Ein allgemein gültiges Rezept für natürliches Färben gibt es nicht. Das Ergebnis hängt stark von den in den Pflanzen enthaltenen Farbstoffen und den verwendeten Fasern ab. Vieles entsteht auch durch Testen und Ausprobieren.
  • Früchte-, Gemüse- und Wurzel-Sorten, die vermeintlich auf der Hand liegen, eignen sich nicht. Mit Randen, Rotkohl und Blaubeeren gefärbte Stoffe bleichen an der Sonne rasch aus oder ändern die Farbe. Was zum Färben von Ostereiern taugt, funktioniert auch bei Textilien; etwa Zwiebeln oder Avocadosteine. Auch ein Griff in den Gewürzschrank ist eine gute Idee – etwa, wenn man das Kurkuma erwischt.
  • Für das Färben mit Naturfarbstoffen eignen sich tierische Fasern wie ungebleichte Wolle oder Seide besser als pflanzliche Fasern wie Baumwolle. Letzteres ist zwar möglich, aber aufwendiger und die Farben erscheinen blasser. Während man auf Wolle mit fast allem irgendeine Farbe hinbekommt, ist das auf Baumwolle nicht der Fall.
  • Benutzt zum Färben Töpfe und Pfannen, die keine Moleküle ans Wasser abgeben, zum Beispiel aus säurebeständigem Edelstahl. Gusseisen eignet sich nicht, es sei denn, man möchte sich dessen Effekt gleich zunutze machen. Und was mal bei der Färberei zum Einsatz kam, hat in der Küche nichts mehr verloren.
  • Dass die Farbe wieder rausgeht, ist fast nie das Problem, sofern wo nötig vorgebeizt wurde. Das macht man zum Beispiel mit Alaun, welches in der Apotheke erhältlich ist. Wichtiger ist die Frage, ob beziehungsweise wie lange eine Farbe dem Tageslicht standhält.
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