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Natalie Portman gibt ihrer Kritikerin recht

von Gloria Karthan

13 FEBRUAR 2020

Entertainment

Eine Schauspielkollegin hat Natalie Portman für ihr feministisches Statement an den Oscars kritisiert. Jetzt nimmt die 38-Jährige Stellung dazu.

Nicht selten nutzen Stars die Reden in der Oscarnacht für politische Botschaften. Für ihre feministische Message hat sich Schauspielerin Natalie Portman dieses Jahr etwas anderes ausgedacht: Auf ihrem Cape waren in goldener Schrift acht Namen von nicht nominierten Regisseurinnen aufgestickt – denn in der Kategorie "Beste Regie" waren ausschliesslich Männer nominiert.

Während die Öffentlichkeit Natalies Aktion mehrheitlich lobte, war ihre Schauspielkollegin Rose McGowan darüber alles andere als erfreut. In einem umfangreichen Statement auf Facebook schreibt der "Charmed"-Star, Natalies Statement sei "zutiefst beleidigend für diejenigen unter uns, die sich wirklich engagieren."

"Natalie spielt nur eine Rolle"

Rose war 2017 eine der ersten Schauspielerinnen, die Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vorwarf und den Skandal um den Filmproduzenten ins Rollen brachte. Sie sei genervt, dass die Aktion von den Medien als mutig bezeichnet wurde: "Mutig? Gar nicht!" Natalie schlüpfe als Schauspielerin doch bloss wieder mal in eine Rolle.

Natalie sei heuchlerisch und fördere selber keine Frauen: "In deiner sehr langen Karriere hast du gerade mal mit zwei Regisseurinnen gearbeitet – eine davon warst du. Deine eigene Produktionsfirma hat einmal eine Regisseurin eingestellt: dich selber", schreibt Rose.

"Ich stimme Rose zu"

In einem Statement nimmt Natalie jetzt zu den Vorwürfen Stellung: "Ich stimme Rose zu, dass es falsch ist, mich als 'mutig' zu bezeichnen, nur weil ich ein Kleidungsstück mit Frauennamen trage. Diesen Begriff verbinde ich eher jenen Frauen, die in den letzten Wochen unter unglaublichem Druck gegen Harvey Weinstein ausgesagt haben.”

Es stimme, dass sie in der Vergangenheit nur wenige Filme mit Frauen gedreht habe, schreibt Natalie. Aber sie habe schon Kurzfilme, Werbespots, Musikvideos und Spielfilme mit Marya Cohen, Mira Nair, Rebecca Zlotowski, Anna Rose Holmer, Sofia Coppola und Shirin Neshat realisiert. "Ich habe stets versucht, mit Regisseurinnen zu arbeiten." Doch die Projekte seien einfach nicht zustande gekommen.

User sind auf Natalies Seite

In den Kommentaren unter Roses Post nehmen viele Natalie in Schutz: "Rose, auch du bist ein Teil des Problems. Andere Frauen runterzumachen, bringt niemanden weiter", schreibt Userin Frankie Garcia. Laut User Nathan Pursley ist der hässige Post kontraproduktiv für den Feminismus: "Dein Post hält die Menschen davon ab, sich zu engagieren."

Userin Maria Walsh ergänzt: "Es gibt nicht die eine Form von Aktivismus. Natalie wählte eine ruhige und für eine so riesige Preisverleihung angebrachte Form des Protests." Damit habe sie viele Menschen neugierig gemacht und ihr Bewusstsein geschärft.

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