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5 Klimasünden an Hochzeiten – und wie man sie vermeidet

von Gloria Karthan

9 JULI 2019

Life

Eine durchschnittliche Hochzeit verbraucht dreimal so viel CO2 wie eine Schweizerin in einem ganzen Jahr. Feiern geht auch nachhaltiger – mit diesen 5 Tipps.

Ja, ich will – aber bitte ökologisch. Der Klimaschutz-Gedanke macht auch vor der Hochzeitsplanung nicht halt. Und das ist vielleicht auch ganz gut so.

"Eine durchschnittliche Hochzeit belastet die Umwelt mit rund 14,5 Tonnen CO2," sagt Ulrike Binias, Inhaberin der Green Wedding Company zu "Spiegel Online". Das ist mehr als dreimal so viel wie ein Schweizer oder eine Schweizerin durchschnittlich während eines ganzen Jahres verursacht.

Am nachhaltigsten wäre natürlich, ganz auf ein rauschendes Fest zu verzichten und wenn, dann im ganz kleinen Rahmen zu heiraten. Wer trotzdem eine grosse Hochzeitsparty feiern will, sollte die folgenden fünf Dinge bleiben lassen.

1. Destination Weddings

Barfuss am Strand und mit Blumenkette um den Hals heiraten – davon träumen viele. Was die Klimabilanz angeht, sind Destination Weddings allerdings der reine Albtraum. Erst recht, wenn in einem Land geheiratet wird, wo nicht einmal Verwandte des Paares wohnen und deshalb die gesamte Hochzeitsgesellschaft ein Flugzeug besteigen muss. Übrigens: Laut einer Studie nervts Gäste am meisten, wenn für eine Hochzeit wertvolle Ferientage draufgehen und sie eine teure Anreise auf sich nehmen müssen.

Besser: Wer in der Nähe heiratet, hält die Anfahrtswege kurz. Das spart Emissionen bei der Anreise der Gäste und unterstützt lokale Betriebe. Am besten, ihr setzt auf Locations, die bequem mit dem ÖV erreichbar sind und sich mit Nachhaltigkeit auskennen – etwa Biohotels oder regionale Restaurants.

2. Überfluss am Buffet

Wer beim Catering ein riesiges warmes Buffet wählt, nimmt oft unnötigen Food Waste in Kauf. Dazu kommt, dass fleischlastiges Essen viel mehr Treibhausgase verursacht als ein Vegi-Menü.

Besser: Wählt ein fixes Menü und bestellt bei einem Caterer, der mit lokalen und saisonalen Zutaten kocht. Plant ausserdem so wenig tierische Lebensmittel wie möglich ein, das schont Ressourcen.

3. Einweg-Kleid

Schon länger haben wir Einweg-Plastik den Kampf angesagt. Da scheint es eigentlich absurd, sich für einen einzigen Tag ein Outfit zu kaufen, in dem derart viele Arbeitsstunden und Emissionen stecken.

Besser: Ein gebrauchtes Kleid schont die Ressourcen und das Portemonnaie. Zahlreiche Boutiquen verkaufen Vintage-Hochzeitskleider und im Internet wimmelts nur so von Anbietern für gebrauchte Hochzeitskleider. Beim weltweiten Anbieter stillwhite.com lässt sich sogar nach Schnitt des Kleides filtern.

4. Deko mit Ablaufdatum

Auch bei Einladungen und Deko können Paare nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen sparen. Die meisten Hochzeitseinladungen landen bald im Altpapier und teure Blumenarrangements sind zwar hübsch, aber bereits nach kurzer Zeit verwelkt.

Besser: Dank Anbietern wie Greenvelope und Paperlesspost machen mittlerweile auch Online-Einladungen richtig was her. Sie werden per E-Mail verschickt, sind personalisierbar und direkt mit der Gästeliste verknüpft. Topfpflänzli kann man im Gegensatz zu Schnittblumen auch nach dem Fest noch lange bewundern. Und habt ihr schon mal was von Mietpflanzen gehört? Ja, das gibts!

5. Ringe aus unfairem Gold

Die Gold-Gewinnung für einen Ring verursacht ganze 20 Tonnen giftigen Abfall und noch immer gibt es Juweliere, die mit Blutdiamanten arbeiten. Das heisst, dass durch die verwendeten Rohdiamanten Bürgerkriege finanziert werden. Ganz und gar nicht romantisch.

Besser: Immer mehr Labels verwenden künstliche Schmucksteine oder arbeiten mit recyceltem Gold und Vintage-Diamanten. Hier haben wir euch fünf Schweizer Frauen vorgestellt, die sich für Nachhaltigkeit in der Schmuckbranche einsetzen.

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