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Das sind unsere liebsten Musiker-Dokus

von Chiara Schawalder

1 MÄRZ 2020

Entertainment

Lady Gaga zwischen Schmerz und Einsamkeit oder Whitney Houston mit all ihren Auf- und Abstiegen: bei diesen Dokus bekommt ihr einen unverblümten Einblick in das Leben berühmter Pop-Stars.

Gaga: Five Foot Two

Stefani Germanottas Netflix-Doku ist bei der Erscheinung vor 2,5 Jahren komplett an mir vorbei gegangenen. Ihre Angst vor Nähe und ihre gleichzeitig krasse Neediness nach Aufmerksamkeit wirken ambivalent, machen sie aber auch menschlich.

Zudem hat ihre Familienverbundenheit mein kroatisches Herz sehr berührt, weil auch bei mir Family über alles geht. Weshalb ich Gaga sogar jene übertrieben dramatische Szene im Altersheim bei ihrer Oma – sie spielt der Grossmutter den damals neu geschriebenen Song "Joanne" über ihre mit 19 Jahren an Lupus verstorbene Tante vor und fällt ihr dann hysterisch um den Hals – verzeihe. Oder anders gesagt: Nicht einmal Lady Gaga kann ständig mit einem Poker Face rumlaufen.

Irene Schäppi, Beauty Redakteurin

Whitney: Can I Be Me

Keine Popstar-Doku hat mich nachhaltig so sehr beschäftigt wie die über Whitney Houston. Zu sehen, wie diese zerbrechliche Person erst in Höchstgeschwindigkeit nach oben katapultiert wird, um dann immer mehr in sich zusammenfallen, wie ihre anfangs so starke Stimme immer mehr zum Abbild ihrer abgemagerten und schwachen Person wird, wie all die beschissenen Leute in ihrem Umfeld sie noch kaputter machen und sie nicht mehr die Kraft hat da alleine rauszukommen – das alles hat mir mehrmals einen Kloss in den Hals und Tränen in die Augen verpasst. Seitdem kann ich "My love is your love" nicht mehr hören ohne traurig zu werden. So richtig.

Gina Buhl, Redaktorin & Social Media Managerin

Miss Americana

In "Miss Americana" sieht man Taylor Swift hautnah beim Komponieren, unterwegs auf Tour und beim Chillen mit ihren Büsis zu. Viel spannender ist allerdings ihre Verwandlung von der unscheinbaren Countrysängerin zum feministischen Popstar, die der Film dokumentiert. Taylor spricht offen über ihre Essstörung, ihren Prozess wegen eines sexuellen Übergriffs und warum die 30-Jährige sich nach Jahren in der Öffentlichkeit plötzlich politisch äussert. Nachdem ich mir die Tränli weggewischt hab, musste ich nach dem Film erstmal gaaaaanz laut "Blank Space" aufdrehen. Nennt mich ruhig Swiftie.

Übrigens: Meine Kollegin Marie hat hier die besten Taylor-Zitate aus der Doku gesammelt. Nummer 7 ist mein absolutes Lieblingsquote.

Gloria Karthan, Redaktorin und Online-Blattmacherin

Dixie Chicks: Shut Up and Sing

Bei den Country-Superstars Dixie Chicks lief alles tiptop, bis sich Sängerin Natalie Maines 2003 an einem Konzert in London gegen Präsident Bush und den Irak-Krieg aussprach. Damals gehörte es bei Celebs noch nicht zum guten Ton, eine Meinung zu Politik zu haben - es folgte eine Hexenjagd: Radios boykottierten die Songs der Band, man verbrannte öffentlich Dixie-Chicks-Platten, die Frauen bekamen Morddrohungen.

Die Musikdoku “Dixie Chicks: Shut Up and Sing” ist vierzehn Jahre alt und ich habe sie bestimmt schon vierzehn Mal gesehen. Die Energie, die sich während der Krise bei den Musikerinnen freisetzt, schiesst förmlich aus dem Bildschirm – und berührt mich jedes Mal.

Christina Duss, Co-Redaktionsleiterin

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