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4 Gründe, warum Masturbieren so gut tut

von Irène Schäppi

6 MAI 2020

Health

Selbstbefriedigung fühlt sich nicht nur gut an – Körper und Seele können richtig davon profitieren. Wir haben mit einer Expertin darüber gesprochen, welche Gründe für regelmässige Masturbation sprechen.

Selbstbefriedigung ist immer eine gute Idee – egal ob ihr in einer Beziehung oder als Single gerade alleine zuhause seid. Denn Masturbation macht nicht nur Spass, vielmehr bringt die Selbstbefriedigung sogar Health Benefits mit sich. Die Luzerner Sexualtherapeutin Dr. Ines Schweizer nennt vier Gründe, warum regelmässiges Masturbieren eine sehr gute Idee ist.

  • Wir lernen unseren Körper und unsere Lust kennen
    "Wer sich selbst befriedigt, weiss, wie der eigene Body funktioniert und welche Berührungen sich gut anfühlen. Wenn man nie mit Selbstbefriedigung experimentiert, ist man beim Partnersex sehr auf das Können und Wissen des Gegenübers angewiesen – das nicht hellsehen kann. Anders gesagt: Wenn ich nicht weiss, was mir gefällt, kann ich es meiner Liebsten oder meinem Liebsten auch nicht mitteilen oder beibringen."
  • Selbstbefriedigung ist ein bisschen wie Fitness
    "Das Masturbieren feuert nicht nur die Nerven an, sondern lässt auch den Puls sowie Blutdruck ansteigen. Das bringt den Kreislauf in Schwung. Zudem trainieren Frauen durch Selbstbefriedigung automatisch ihre Beckenbodenmuskeln."
  • Masturbation kann Sorgen und Schmerzen lindern
    "Selbstbefriedigung führt oft zum Orgasmus, was dabei helfen kann, dass Schmerzen wie jene während der Mens oder Kopfweh als weniger stark empfunden werden. Je näher wir dem Höhepunkt kommen, desto mehr rücken Schmerzen oder auch Sorgen in den Hintergrund. Bei einem Orgasmus wird durch die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin oder Endorphin das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, was ein rauschartiges Gefühl auslösen kann."
  • Selbstbefriedigung entspannt
    "Wenn wir uns selbst berühren, schüttet der Körper Botenstoffe aus – darunter Oxytocin, auch das Kuschelhormon genannt. Dieses bewirkt eine Absenkung des Stresshormons Kortisol, was zur Folge hat, dass wir uns entspannen. Zudem ist Selbstbefriedigung etwas, das wir uns für uns ganz alleine gönnen: Man ist dabei niemandem verpflichtet oder muss etwa genial performen. Vielmehr kann man sich ganz auf sich selbst konzentrieren. Ich empfehle, den Solosex in vollen Zügen zu geniessen, weil Genuss schliesslich auch entspannend ist."
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