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So pflegst du deinen Lockenkopf

von Gloria Karthan

20 JUNI 2019

Beauty

Redaktorin Gloria hat ihre Naturlocken lieben gelernt. Das ging zwar eine Weile, dafür hat sie jetzt ein paar Kniffe auf Lager, die sie gerne mit euch teilt.

Früher habe ich meine Locken fast täglich mit dem Glätteisen malträtiert. Dann kam eine Zeit, in der mein Dutt nicht streng genug sein konnte – Hauptsache, man sieht die blöden Löckli nicht.

Heute mag ich meine Curls. Das liegt in erster Linie daran, dass ich mich intensiv damit beschäftigt habe, was ihnen gut tut. Und was eben nicht.

So gelingen eure Naturlocken:

Der Haarschnitt

Jahrelang habe ich einfach ganz normale Salons besucht und mir regelmässig die Spitzen schneiden lassen. Das Problem: In den allermeisten Fällen werden Locken dort genau gleich behandelt und geschnitten wie glatte Haare.

Mittlerweile gibts auch in der Schweiz Anbieter von Lockenschnitten, etwa dem sogenannten Devacut aus den USA oder dem Curlsys aus England. Sie sorgen durch spezielle Techniken für mehr Sprungkraft und Definition und machen es später einfacher, die Haare zu stylen.

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Haare happy, Gloria happy: Die Friday-Redaktorin an einem Good Hair Day.

Das Waschen

Lockige Haare sind von Natur aus sehr trocken. Ich wasche meine Haare nur sehr selten mit einem Shampoo (ohne Sulfate), um Rückstände von Stylingprodukten zu entfernen. Ansonsten wasche ich sie alle zwei oder drei Tage mit einem sogenannten Cleansing Conditioner, also einer reinigenden Spülung, die nicht schäumt und die man sogar bis zum Ansatz auftragen kann. Mindestens einmal in der Woche gibts Extra-Feuchtigkeit mit einer Maske. Welche Produkte ich dafür empfehlen kann, seht ihr in der Bildergalerie.

Nach dem Waschen spüle ich meine Haare nochmals kalt ab. Das schliesst die Schuppenschicht und macht sie weniger frizzy. Wichtig: Naturlocken sollte man im besten Fall niemals bürsten – das nimmt ihnen die Struktur. Ich entwirre meine Haare stattdessen, während der Conditioner einwirkt, sanft mit den Fingern. Das reicht.

Das Styling

Nach dem Waschen wird eine Lockencreme mit pflegenden Inhaltsstoffen in die noch sehr nassen Haare geknetet. Wer seine Haare gern kurze Zeit in einem Turban trägt, sollte dafür ein Tuch aus Mikrofasern benutzen, da Frotteetücher zu rau für die sensiblen Locken sind.

Für mehr Definition wickle ich einzelne Löckli um den Zeigefinger und lege sie mir so hin, wie ich haben will. Wenn ich viel Zeit habe, lasse ich sie ganz an der Luft trocknen – sonst lasse ich sie wenigstens kurz antrocknen. Danach föhne ich die Haare über Kopf mit einem Diffusoraufsatz lauwarm und auf niedriger Stufe, bis sie fast trocken sind.

Wenn ich meine vom Schlafen plattgedrückten Löckli am zweiten Tag wiederbeleben will, besprühe ich sie mit einem Gemisch aus Lockencreme und Wasser und kringle wieder einzelne Zapfenzieher um den Finger.

Pssst... 4 zusätzliche Geheimtipps:
  • Nicht anfassen: Jedesmal, wenn ihr euch in die Haare fasst, verlieren eure Locken an Definition. Darum am besten so wenig wie möglich an den Kopf langen.
  • Die Ananas: Wer lange Haare hat, plättet sie im Schlaf. In der Community von Naturally Curly, eine super Anlaufstelle für Lockenköpfe, habe ich den Pineapple-Trick gefunden. Dabei bindet man seine Haare nachts zu einem sehr lockeren Dutt auf dem Oberkopf zusammen.
  • Plopping: Ein weiterer Tipp für längere Haare, den ich in Onlineforen gefunden habe, ist die Plopping-Methode. Dabei lässt man die Haare in einem lockeren Turban aus Mikrofaser antrocknen und verhindert so, dass die Schwerkraft sie nach unten zieht.
  • Nicht verzweifeln: Jede Haarstruktur ist anders und es kann eine Weile und viele Bad Hair Days dauern, bis man die perfekte Curly-Routine für sich gefunden hat. Durchzuhalten lohnt sich aber auf jeden Fall.
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