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LIIT ist das perfekte Workout für Faulis

von Anaïs Rufer

7 NOVEMBER 2019

Health

Wem intensives Intervalltraining zu streng ist, kann sich im Low-Intensity-Intervall-Training probieren. Wir haben mit einer Expertin darüber gesprochen.

Wenn Sportmuffel den Entschluss fassen, sich sportlich zu betätigen, hält die Motivation häufig nicht sehr lange an. Oft kommen sie ein paar Mal schweissgebadet vom Training nach Hause, bemerken nicht schnell genug eine Veränderung und geben dann wieder auf.

Es gibt auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen, zum Beispiel wegen Herz- oder Gelenkproblemen, nicht in der Lage sind, aufs Ganze zu gehen. Es gibt aber eine Methode, die mit einfachen sportlichen Aktivitäten die Ausdauer trainiert und den Kreislauf in Schwung bringt: das sogenannte Low-Intensity-Intervall-Training (LIIT).

Weniger strapazierte Muskeln

Bei einem hochintensiven Intervalltraining (HIIT) wechseln sich belastende und erholende Phasen ab, zum Beispiel lockeres Jogging mit Sprintphasen. "In den kurzen Trainings werden die Muskeln und der Kreislauf aufgrund der Intervallphasen stark gefordert", sagt Sportärztin Dr. Mirela Borovac.

Wem ein so hochintensives Intervalltraining zu anstrengend ist, oder wer gesundheitlich nicht in der Lage ist, ein solches HIIT zu absolvieren, kann sich im LIIT versuchen. Beim LIIT werden die Muskeln weniger stark strapaziert und der Puls nur leicht angehoben, das Training ist allgemein moderater und kräfteschonender.

Derselbe Effekt

Laut Dr. Mirela Borovac eignen sich beispielsweise das Gehen auf dem Laufband oder im Wald, Nordic Walking, leichtes Joggen, Velofahren oder Schwimmen für ein LIIT-Training. Es wird dabei ebenfalls zwischen verschiedenen Intensitätsstufen abgewechselt, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Anstrengungslevel. Es müsse beim LIIT aber mehr Zeit eingerechnet werden als beim HIIT. Um den Fettstoffwechsel zu aktivieren, sollte eine Trainingseinheit mindestens 35 Minuten beinhalten, besser wären 45 bis 60.

"Die Belastung im Low Intensity Training ist zwar geringer, aber der erzielte Effekt kann der Gleiche sein. Das zeigen auch verschiedene Studien, die die beiden Trainingsmethoden miteinander verglichen haben", sagt Dr. Mirela Borovac. Das heisst: Wer zum Beispiel jeden Tag eine Stunde spazieren geht, kann damit häufig denselben Effekt erzielen, wie wenn er oder sie zweimal pro Woche ein High-Intensity-Intervall-Training absolvieren würde. Nice!

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