Aufmacher Gif Friday Bilder Getty Images
Getty Images

Unsere Lieblingspromis der 2010er-Jahre

von Friday Magazine

27 DEZEMBER 2019

Entertainment

Manchmal weiss man gar nicht so genau, warum – aber ein Promi hat es einem so angetan, dass man über Jahre hinweg immer auf dem Laufenden bleiben will. Unsere persönlichen Lieblinge der vergangenen Dekade.

Kanye West
Kanye West
Getty Images

Ich kann jeden einzelnen Track von Kanyes Album "Late Registration" auswendig mitrappen. Als Kanye zwei Alben später nur noch mit Autotune sang, war ich erst ein bisschen verwundert. Heute, zehn Jahre später, hört man in den Hip-Hop-Charts fast nur noch Robo-Stimmen. Ich bin überzeugt (ohne wie Kanye selbst klingen zu wollen): Yeezy ist nicht nur ein talentierter Designer und einer der besten Musikproduzenten ever – er ist wirklich ein Visionär, der sich immer wieder neu erfindet. Seine bipolare Störung, zu der er seit Kurzem öffentlich steht, hat aber leider nicht nur einen kreativen Schaffensrausch, sondern auch immer wieder Aussetzer zur Folge. Von Trump-Support-Aktionen und Gott-Vergleichen will ich aber nix wissen. Auch der neue Gospel-Kanye ist mir völlig fremd. Ich schnappe dann einfach meine Kopfhörer und drehe sein Meisterwerk "Runaway" auf. Gloria Karthan, Redaktorin

Lindsay Lohan
Getty Images 1057314590
Getty Images

An Lindsay Lohan fasziniert mich seit zehn Jahren stets die gleiche Frage: Wie kann man so viel Talent haben – das haben ihr schon Schauspielgrössen wie Jane Fonda und Felicity Huffman attestiert – und es trotzdem so unglaublich arg vermasseln mit der Karriere? Ich habe während jedem ihrer fünf Rehab-Aufenthalte ganz fest an ihre Genesung geglaubt und während Oprah Winfreys Dokureihe "Lindsay" über die düsteren Zeiten der Schauspielerin mehr als nur eine Träne verdrückt. Bei "Lindsay Lohans Beach Club" – einem MTV-Reality-Format um Lindsays Strandclub auf Mykonos – musste ich wegen Lindsays respektlosem Verhalten gegenüber ihren Club-Mitarbeitern allerdings auch mal angeekelt am TV vorbeischauen. Es gibt wohl keinen zweiten Celeb auf dieser Welt, der in mir diese Reichweite an Emotionen auslösen kann, wie Lindsay Lohan es seit über zehn Jahren schafft. Marc-André Capeder, Redaktionsleiter

Justin Bieber
Getty Images 518974876
Getty Images

Am 8. April 2011 war ich als Zehnjährige an meinem allerersten Konzert und durfte Justin Biebers fantastische Lifeshow bewundern. Ich erinnere mich, wie er in einem riesigen Herz und akustischer Gitarre durchs Hallenstadion flog – ich war super begeistert. Damals konnte ich einen NZZ-Berichterstatter begleiten, der sogar einen Artikel über mich an diesem Konzert verfasste. Ein crazy Fangirl bin ich inzwischen nicht mehr, aber wenn ich Biebs alte Hits höre, muss ich zugeben, bin ich schon ein wenig berührt und spüre mein Herz schneller schlagen. When you smile, I smile... In den letzten Jahren hat Justin für einige News gesorgt und ich hab natürlich alles mitgekriegt: von Liebesdramen, Drogenproblemen, dem Kampf mit Depressionen, bis hin zur Veränderung seiner Musik und seines Styles. Hui, hui... Was wohl 2020 für Justin bringt? Anaïs Rufer, Textpraktikantin

Britney Spears
Getty Images 610210978
Getty Images

Ich war von Stunde Null an im Team Britney. Weil die Disney-Prinzessin rebellierte, legendär performte (der Zungenkuss bei "Like A Virgin" mit Madonna! "Slave 4 U" mit der Schlange!), weil ihre Songs Spass machten: "Baby One More Time" oder "Toxic" etwa waren so gut, dass sich selbst Indie-Bands, die zum Lachen in den Keller gingen, zu Coverversionen hinreissen liessen. Dann kamen Beyoncé und Gaga – und Britney ging der Schnauf aus. Sie entwickelte sich nicht weiter. Oder eher: Niemand hat ihr dabei geholfen. So hat Britney Spears in den letzten zehn Jahren als Künstlerin nichts geleistet, das wirklich erwähnenswert wäre. Auf Instagram ist sie recht aktiv, da gabs kürzlich ein Drama, weil jemand geschrieben hat, sie habe zugenommen. Deshalb zeigt sie sich jetzt bei jeder Gelegenheit in Croptops, so sieht man die Bauchmuskeln nämlich am besten. Sie macht aber auch oft Spagat und spricht gern mit Babystimme. Es stellt sich heraus, dass "I’m Not a Girl, Not Yet A Woman" wohl eine böse Vorahnung war. Und das tut mir leid. Ich bin noch immer Team Britney – nun einfach aus Zärtlichkeit. Christina Duss, Redaktionsleiterin

Lady Gaga
Getty Images 105068274
Getty Images

Während ich mit "Bad Romance" im Ohr eine toxische Affäre beendete, wurde Lady Gaga 2010 für 13 VMA Awards nominiert und sorgte dabei mit ihrem Fleischkleid für Aussehen. Überhaupt waren ihre exzentrischen Stylings ständig Thema: Alles nur Marketing, so der Vorwurf. Dass Gaga damit von ihrem Geschlecht ablenken wollte, um so den Fokus auf ihre Kunst zu richten, checkten viele erst in Zeiten von #metoo. 2018 ging es für Gaga nochmal so richtig bergauf. Oder anders gesagt: "A Star is Born"! Im Movie von Bradley Cooper lieferte Gaga nicht nur eine Oscar-würdige Darstellung, sondern mit "Shallow" auch einen Hammer-Soundtrack ab. Dass die Sängerin hierfür dann tatsächlich mit einem Oscar ausgezeichnet worden ist, freute mich riesig. Etwa zur gleichen Zeit war es dann mit Gaga und ihrem damaligen Verlobten Christian Carino over. "Je ne regrette rien", liess sich die Sängerin hierzu auf den Rücken tätowieren, launchte ihren Make-up-Brand Haus Laboratories und hat kürzlich die Enigma Las Vegas Residency übernommen. "Born This Way" halt, gell Gaga? Irène Schäppi, Beauty Director

Noch mehr von uns
Was hältst du von diesem Artikel?
  • :(
  • love it no Data :(
  • haha no Data :(
  • wow no Data :(
  • traurig no Data :(
  • wütend no Data :(
  • love it
  • haha
  • wow
  • traurig
  • wütend