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Kylies neue Skincare-Line sorgt für einen Shitstorm

von Janine Heini

16 MAI 2019

Beauty

Das Walnuss-Peeling von Kylie Jenners neuer Pflegelinie wird schon vor dem Launch harsch kritisiert. Zu Recht?

Anfang dieser Woche stellte Kylie Jenner ihre neue Skincare vor, die offiziell am 22. Mai erhältlich sein wird. Die Gesichtspflegelinie besteht aus einem schäumenden Gesichtswaschmittel, Toner, Feuchtigkeitscreme, Vitamin-C-Serum, Augencreme und einem Peeling. Das Übliche eben.

Nachdem Kylie Skin zuerst weltweit Begeisterung auslöste – die logische Folge des Erfolgs von Kylie Cosmetics – führt nun ein Produkt schon vor dem Launch zu kontroversen Diskussionen im Internet. Und das wegen einem unschuldig wirkenden natürlichen Inhaltsstoff: Der Walnuss.

Laut einem Tweet von Kylie Skin enthalten die Inhaltsstoffe des Peelings "feines Walnusspulver" sowie Glycerin, um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut auszugleichen, und Ginseng-Extrakt, um die Haut zu stärken. Alles Inhaltsstoffe, die in Kosmetika regelmässig vorkommen.

Walnuss wird in vielen Kulturen fürs Gesicht verwendet

Die Internetgemeinde ist der Meinung, Walnussschale als Bestandteil eines Peelings sei zu extrem für die Haut. Ein solches Peeling könne mikroskopische Risse in der Haut verursachen.

Dazu gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Daten. Das Peeling enthält schliesslich keine groben Stückli, mit denen übers Gesicht gekratzt wird, sondern lediglich das Pulver von fein gemahlenen Walnussschalen, die in vielen Kulturen schon seit Jahrhunderten im Gesicht angewendet werden.

Manuelle mechanische Peelings für zu Hause sind nebst Fruchtsäure- und chemischen Peelings bei der Dermatologin am sanftesten für die Haut. Sie wirken nur oberflächlich, indem sie abgestorbene Hautschüppchen entfernen, so das Hautbild verfeinern und die Zellerneuerung anregen. Sie sind damit sogar für empfindliche Haut geeignet – solange man es nicht übertreibt. Einmal pro Woche reicht, bestätigen auch die Dermatologen.

Ohne das Produkt überhaupt ausprobiert zu haben, verteufeln die Fans Kylies Peeling aber jetzt schon und schreiben in ihren Tweets sogar von "Infektionen und langfristigen Hautschäden". Eine Userin kritisiert ausserdem, dass Kylie vorgibt, ihre Produkte seien für ihren makellosen Teint verantwortlich – während sie weiterhin auf Luxus-Cremes und teure Facials setze.

Viel Lärm um nichts

Würde Kylies Peeling Mikroplastik enthalten, wäre die Diskussion begründeter. Das Walnusspulver allein kann nicht der Grund für den Shitstorm sein. Vielleicht haben Kylies Fans ultra sensible Haut und schlechte Erfahrungen mit Peelings gemacht. Vielleicht fühlen sie sich auch einfach nur veräppelt von Kylies ausgeklügelter Werbestrategie und gönnen der 21-jährigen Milliardärin den Erfolg nicht.

Da die Produkte noch nicht offiziell erhältlich und auf der Website von Kylie Skin noch keine genauen Informationen zu finden sind, ist es momentan gar nicht möglich, eine Review zu den Produkten abzugeben. Die genauen Inhaltsstoffe sind nirgends ersichtlich, darum weiss keiner, wie das Walnusspulver zusammengesetzt ist oder wie fein das Granulat hergestellt ist. Fest steht: Kylie Skin besteht nicht zu 100 Prozent aus natürlichen Rohstoffen. Da ist die Walnussschale sicherlich noch das Ökologischste davon.

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