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Bilder Unsplash, Collage Friday

So putzt ihr eure Küche wie ein Profi

von Chiara Schawalder

10 APRIL 2020

Food & Home

Gefrierschrank abtauen, Backofen schrubben und Spülmaschine putzen mag als Wochenendprogramm etwas lame klingen. Aber wir haben ja jetzt ganz viel Zeit. Und hier die richtigen Tipps dafür.

Wir haben selten so viel Zeit daheim verbracht wie jetzt gerade. Alle scheinen wie wild ihre Wohnung zu putzen und misten ihren Keller aus. Wir sind über die Haushaltsbücher gegangen, schauen in der Küche ganz genau hin und schrubben mehr als bloss den Herd, die Ablage und den Boden. Fünf Tasks, um die ihr normalerweise einen Bogen macht.

Der Gefrierschrank

Ist euer Gefrierschrank in eine dicke Eisschicht gehüllt, vermindert das die Kühlleistung und kann zu erhöhten Stromkosten führen. Bei Gefrierschränken ohne Abtau-Funktion sollte der Gefrierschrank eins bis zwei Mal im Jahr abgetaut werden.

Um den Schmelzprozess etwas zu beschleunigen, könnt ihr eine Schüssel heisses Wasser in den Gefrierer stellen und die Tür schliessen. Nach einer halben Stunde solltet ihr schon grosse Stücke vom Eis abbrechen können. Das Tauwasser fangt ihr mit einer Schüssel auf, bei kleineren Eisfächern einfach mit dicken Tüchern das Wasser aufsaugen. Das Eisfach dann mit einem Sprutz Putzessig reinigen – der tötet auch hartnäckige Bakterien.

Die Spülmaschine

Mit der Zeit können sich Schmutz und Kalk in der Spülmaschine ablagern. Damit der Geschirrspüler nicht zur Bakterienschleuder wird, leert regelmässig das Maschinensieb und putzt die Gummiabdichtungen der Türe.

Bei einer grossen Reinigung sind nebst dem Sieb auch die Spühlarme dran: Kurz mit Seife abwaschen und hartnäckige Resten entfernen. Bei der Gelegenheit könnt ihr auch gleich kontrollieren, ob die Maschine noch genügend Salz und Klarspüler hat – falls sie da jeweils nicht selber meldet. Etwa zwei Mal pro Jahr macht ein Maschinenpfleger Sinn, der die Maschine gründlich entkalkt.

Der Backofen

Eingebranntes könnt ihr auch mit natürlichen Putzmitteln beseitigen. Wischt den Ofen mit einem feuchten Lappen aus und bestreut das Innere grosszügig mit Salz. Dann erhitzt ihr ihn auf 50 Grad und wartet, bis das Salz braun wird. Anschliessend lasst ihr den Backofen auskühlen und wischt das Salz mit einem feuchten Lappen ab.

Auch mit Zitronen bekommt ihr den Ofen wieder sauber. Einfach Zitronensaft und Wasser in einer Gratinform vermischen und bei 120 Grad verdampfen lassen – der Wasserdampf sollte die Fettflecken von ganz alleine lösen. Der gleiche Trick funktioniert übrigens auch bei der Mikrowelle.

Die Kaffeemaschine

Bei uns ist das Wasser relativ kalkhaltig – darum sollten wir monatlich unsere Kaffeemaschine entkalken. Wer zu natürlichen Putzmitteln greifen möchte, gibt dem Wasser Zitronensäure, Backpulver oder Natron zu. Finger weg von Essig. Obwohl der Allrounder den Kalk auch lösen würde, greift er die Gummidichtungen an und kann den Geschmack des Kaffees verändern.

Einfach die Mischung ins Wasserfach füllen, etwa eine halbe Stunde einwirken und mehrmals durchlaufen lassen. Zum Schluss dann noch mindestens einmal nur mit Wasser spülen. Wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr das gleiche noch mit dem Teekocher machen.

Die Fenster

Das Wochenende eignet sich perfekt zum Fenster putzen, denn die Aussentemperatur sollte dabei nicht unter 10 Grad Celsius betragen. Das Wasser verdampft dann nämlich zu wenig schnell und es entstehen unschöne Streifen. Ein ähnliches Problem gibts übrigens bei einer zu starken Sonneneinstrahlung, dabei verdampft das Wasser zu schnell.

Putzt auch die Fensterrahmen mit etwas Spülmittel und einem Schwamm. Bei Holzrahmen solltet ihr nur mit wenig Wasser putzen, um sie nicht zu beschädigen.

Für die Fenster werden oft Hausmitteli wie Essig und Zeitungspapier empfohlen. Essig hinterlässt allerdings einen bläulichen Schimmer auf dem Glas und kann die Fensterscheiben angreifen. Zeitungen sind zwar saugfähig, können aber Druckerschwärze hinterlassen.

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