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Instagram kimkardashian

Kims neue Unterwäsche-Marke macht Twitter sauer

von Stephanie Vinzens

26 JUNI 2019

Entertainment

Kim Kardashian hat ihre neue Shapewear "Kimono" getauft und das Markenrecht für den Namen beantragt. Kritische Stimmen finden, sie beraube damit die japanische Kultur.

Gestern hat Kim Kardashian auf Twitter ihr neues Projekt namens "Kimono" angekündigt – und nein, es handelt sich dabei nicht um die traditionelle, japanische Robe, sondern um Shapewear.

Bereits letztes Jahr soll die 38-Jährige dafür in den USA das Recht auf die Markennamen "Kimono", "Kimono Body", "Kimono Intimates" und "Kimono World" beantragt haben. Wird ihr das Patent gewährt, dürfte es künftig für japanische Anbieter problematisch werden, Kimonos in den USA unter diesen Namen zu verkaufen.

#KimOhNo trendet auf Twitter

Kim benennt damit nicht nur Unterwäsche nach einem kulturellen Kleidungsstück, das für viele Japanerinnen von grosser Bedeutung ist, sondern erhebt mit der Anforderung des Markenrechts gar Anspruch darauf. Auf Twitter werden unter dem Hashtag #KimOhNo deshalb gerade zahlreiche kritische Stimmen laut.

Viele stören sich daran, wie dreist sich Kim an dem japanischen Begriff bediene, obwohl ihre Shapewear nicht die geringste Ähnlichkeit mit einem Kimono aufweist. Die US-japanische Schauspielerin Tamlyn Tomita schreibt auf Twitter: "Links seht ihr Kimonos. Rechts Kim, die schamlos Shapewear verkauft. Die ihr nicht braucht."

Eine weitere Userin twittert: "Japanische Produktnamen mögen hip sein – aber es ist scheisse, wenn unsere Kultur durch Marken verwässert wird, die nichts mit dem zu tun haben, was das Wort repräsentiert." Die Kurven zu betonen, sei zudem das Gegenteil von dem, was ein Kimono mache, erwähnt eine andere Userin.

Viele Frauen mit japanischen Wurzeln teilen zudem Fotos von ihren Kimonos und heben hervor, wie wertvoll das Kleidungsstück für sie sei. So werden Kimonos beispielsweise an wichtigen Ereignissen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Abschlussfeiern oder Teezeremonien getragen und oftmals in der Familie vererbt.

Kim wurde schon mehrmals zuvor beschuldigt, sich taktlos an fremden Kulturen zu bedienen. Nach all ihren Fehltritten fällt es mittlerweile schwer zu glauben, dass sich der Reality-Star der Problematik nicht bewusst ist.

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