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"Niemand sagte mir, dass ich eine Angststörung habe"

von Marie Hettich

18 MAI 2020

Health

Kendall Jenner hat am Freitag bei "Good Morning America" offen wie nie über ihre Panikstörung gesprochen. Und in dem Zuge eine Mental-Health-Aktion auf Insta lanciert.

Dass Model Kendall Jenner immer wieder unter Panikattacken leidet, ist bekannt. Doch vergangenen Freitag hat die 24-Jährige in der TV-Show "Good Morning America" offen wie nie über ihre psychische Erkrankung gesprochen.

"Ich war sehr jung, als ich plötzlich das Gefühl hatte, nicht mehr atmen zu können. Ich bin dann zu meiner Mom gerannt und sagte ihr, das mit mir etwas nicht stimmt", erinnert sich Kendall.

"Meine Panikattacken waren crazy"

Kris Jenner sei daraufhin mit ihrer Tochter zu verschiedenen Ärzten gefahren, um alle körperlichen Ursachen für die Atemnot auszuschliessen. Die Diagnose: Kendall fehle nichts. "Niemand hat mir gesagt, dass ich eine Angststörung habe."

Umso erleichterter war Kendall, als vor etwa vier Jahren die Symptome mit voller Wucht zurückkamen – und die psychische Krankheit endlich diagnostiziert wurde. "Meine Panikattacken waren crazy. Aber dadurch habe ich endlich erfahren, was ich wissen muss – und konnte eine Psychotherapie anfangen."

Wie geht es dir wirklich?

Aktuell mache ihr die Corona-Krise zu schaffen – vor allem, weil sie so wenig Ablenkung habe, erzählt Kendall. "Wenn bei mir nicht viel los ist, kriecht oft die Angst in mir hoch."

Damit sich Menschen mit ihren Panikattacken, Ängsten oder Sorgen nicht allein fühlen, hat Kendall zusammen mit Kenneth Cole die #HowAreYouReally-Challenge auf Social Media lanciert. Der New Yorker Designer setzt sich schon lange für Mental-Health-Themen ein. Versehen mit dem Hashtag sollen so viele Leute wie nur möglich erzählen, wie es Ihnen aktuell geht – ganz ehrlich und ungeschönt.

Und wie es sich für eine richtige Challenge gehört, gibt es natürlich auch Nominierungen. Kendall hat sich für Hairstylistin Jen Atkin, ihre Halbschwester Kim Kardashian sowie für Justin und Hailey Bieber entschieden.

Hier findest du Hilfe

Viele Universitäten haben psychologische Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können, falls auch du unter Angstzuständen und/oder Panikattacken leidest. Mehr Infos und Adressen von Anlaufstellen und Therapeutinnen gibts bei der Schweizerischen Gesellschaft für Angst und Depression (sgad.ch) und der Angst- und Panikhilfe Schweiz (aphs.ch). Bei der SGAD und bei der APHS gibt es auch Hotlines, die du im Ernstfall direkt erreichen kannst.

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