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Jeremy Bishop on Unsplash

Diese Insta-Bilder der Redaktion sind zu schön, um wahr zu sein

von Friday Magazine

24 APRIL 2019

Life

Es ist eigentlich absurd, wir wissen schon. Aber für das perfekte Foto muss man halt manchmal bitzli nachhelfen. For the Gram.

Strahlend blauer Himmel, idyllische Landschaft, atemberaubende Aussicht und weit und breit keine Menschenseele – auf Instagram führt kein Weg an traumhaften Kulissen vorbei. Und wie das nun mal so läuft auf den sozialen Netzwerken, scheuen wir keine Mühe, auch unsere Ferienpics perfekt in Szene zu setzen.

Sprich: Die Touris links und rechts werden weggeschnitten, Filter über das Bild gezogen und der eine oder andere reiht sich auch schon mal für ein paar Minuten in eine Schlange, um sich einen postkartenreifen Schnappschuss (sofern man von Schnappschuss reden kann) zu ergattern. Immerhin können sich die Ergebnisse sehen lassen – finden wir zumindest.

Kelingking Beach, Nusa Penida

Wer auf Instagram registriert ist, kennt mit grosser Wahrscheinlichkeit den dinoförmigen, pflanzenbewachsenen Felsen auf Nusa Penida. Dieser Ort schreit auf Social Media förmlich nach Ruhe und Entspannung – sollte man meinen. Denn als ich gemeinsam mit meinen Freundinnen am besagten Fleck stand, kam die Ernüchterung. Auch wenn die Insel an sich ein kleines Naturspektakel zu bieten hat, sucht man die Stille dort vergebens. Die Realität besteht aus braungebrannten Urlaubern wohin das Auge reicht und einer Schlange vor den beliebtesten Foto-Spots. Und wie sich auf dem Feed meiner lieben Kollegin Janina erkennen lässt, muss ich gestehen: Wir konnten uns das klassische Nusa-Penida-Erinnerungsbild dann doch nicht entgehen lassen. Übrigens bestand unser Guide darauf, die Aufnahme von einem Baum aus zu knipsen. Vanessa Vodermayer, Mode-Praktikantin

Vernazza, Cinque Terre

Die Cinque Terre sind der absolute Wahnsinn – wortwörtlich. Einerseits sind die bunten Häuser an den Steilhängen der italienischen Riviera der Inbegriff von pittoresk, andererseits sind die Dörfli dermassen überlaufen, dass man es nicht länger als einen Tag dort aushält. Ein schönes Bild in den Gassen zu schiessen ist angesichts der Touristenmassen unmöglich. Auch auf die Wanderwege oberhalb quetschen sich jede Menge Touris in mangelhaftem Schuhwerk – Flip Flops sind immerhin mittlerweile verboten. Foto machen, mit der Touch Retouch App Menschen am Strand entfernen, Sättigung bis zum Maximum hochschrauben und dann nichts wie weg hier. Gloria Karthan, Redaktorin

Mailänder Dom, Mailand
Bild vor dem Mailänder Dom
Anna Janssen

Der imposante Mailänder Dom ist der Inbegriff von Instagrammability – wären da nicht die vielen Touris, die sich jeden Tag auf dem Platz tummeln. Für ein einigermassen menschenleeres Bild muss man spätestens um 8 Uhr morgens da sein – denn dann öffnet die Kathedrale. Aber selbst dann gibt es keine Garantie dafür, dass einem neben den zehn parallel stattfindenden Fotoshootings nicht jemand ins Bild läuft. Die Devise lautet also: je früher, desto besser. Kleiner Trost: Um die Ecke gibt es einen super Cappuccino. Anna Janssen, Text-Praktikantin

Table Mountain, Kapstadt

Anfang diesen Jahres war ich zum ersten Mal in Kapstadt. Natürlich musste ich auch den legendären Table Mountain erklimmen und ein Beweisfoto von der phänomenalen Aussicht schiessen. Abgesehen davon, dass man sich verschwitzt nach dem Aufstieg nicht wirklich instagrammable fühlt und es hinter dem unebenen Felsen gefährlich in die Tiefe geht, schaut einem eine Schar wartender Touristen zu, weil die Person mit der Kamera mitten auf dem schmalen Weg stehen muss und dort alles blockiert. Janine Heini, Beauty-Praktikantin

Augstmatthorn, Bern
Augustmatthorn
Luise Pomykaj

Vergangenen Oktober bin ich mit Friday Mode-Assistentin Sonja aufs Augstmatthorn im Berner Oberland gewandert. Bis jetzt einer meiner schönsten Tage, seit ich hier in der Schweiz lebe, der natürlich auch festgehalten werden musste: Beim Bilderknipsen witzelten wir "Do it for the Gram", denn wir waren sehr bedacht darauf, nicht die anderen 3000 Wanderer mit abzulichten. Es sollte so aussehen, als seien wir zu zweit zu einem verlassenen Fleckchen Erde gewandert, den nur wir kennen. Luise Pomykaj, Beauty-Redaktorin

Koh Nang Yuan, Thailand

Wär mein Freund nicht, hätten wir wohl nicht mal ein Bild vom Aussichtspunkt der thailändischen Insel Koh Nang Yuan. Auf dem Weg dorthin durch den feucht-heissen Mini-Dschungel bin ich sicher 50-mal von Moskitos gestochen worden und kam verschwitzt, aus der Puste und mit den Nerven am Ende oben an. Bloss um mich in die laaaaange Reihe wartender Touristen zu stellen und danach 10 Sekunden alleine auf dem Felsen zu sitzen. Das Foto mag ich aber trotzdem. Marc-André Capeder, Redaktionsleiter

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