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5 smarte Insta-Accounts, die über Rassismus aufklären

von Irène Schäppi

5 JUNI 2020

Life

Nach dem Tod von George Floyd durch Polizeigewalt in den USA ist es weltweit zu Anti-Rassismusbewegungen gekommen. Auch auf Social Media. Hier fünf lehrreiche Instagram-Accounts, die euch helfen können, Rassismus zu verstehen und zu bekämpfen.

Good Good Good Co

Good Good Good Co ist ein englischsprachiger Social-Media-Feed, der ausschliesslich positive Nachrichten verbreitet. Neben Posts zu Anti-Rassismus-Aktionen wie dem Entfernen von Hate-Graffits, gibts Memes und Tipps, wie man sich gegen soziale Ungerechtigkeit einsetzen kann. In den letzten Tagen beschäftigt sich der Instagram-Account aber vor allem mit "Black Lives Matter"-Themen und ruft insbesondere weisse Personen dazu auf, die eigenen Privilegien zu hinterfragen.

Tupoka Ogette

Tupoka Ogette, studierte Afrikanistin und Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung, hat letztes Jahr mit "Exit Racism" ein wichtiges Buch geschrieben, das weissen Personen helfen soll, ihre eigene Rolle in unserer von Rassismus geprägten Gesellschaft zu erkennen. Zudem gibt Tupoka Trainings, Workshops und Seminare zu Rassismus und setzt sich auch in ihrem Podcast sowie auf Instagram für diese Thematik ein. Dabei schafft es die Deutsche nicht nur brandaktuell, sondern dank ihrer eigenen Erfahrungen mit Rassismus auch nahe dran zu sein.

Safer Space Diversum

Diversum ist ein Schweizer Verein für Menschen, die sich als People of Color, PoC, bezeichnen und wegen ethnischen Zuschreibungen in ihrem Alltag mit unterschiedlichen Formen von Rassismus zu kämpfen haben. Das Ziel: Einen sicheren Austausch ohne diskriminierende Äusserungen für PoC zu ermöglichen und die User mit Projekten für Diversitäts-Themen zu sensibilisieren. Neben lehrreichen Buch-Tipps gibt es zusätzlich auch Infos über PoC-Anlässe.

Vo da.

Weil sich in der Schweiz immer noch viele damit schwer tun, die Themen Diskriminierung und Rassismus öffentlich anzusprechen, haben Dembah Fofanah und Ben Pauli Anfang Mai das Kollektiv "Vo da." lanciert. Zum einen machen die beiden Initianten so auf die tägliche Ungleichbehandlung, Ausgrenzung und Abwertung von Bewohnerinnen der Schweiz aufmerksam, die oft mit verbalen oder gar physischen Angriffen konfrontiert werden, weil manche Leute ihr Aussehen oder ihren Namen für „nicht-schweizerisch“ und somit auch nicht der Schweiz zugehörig halten. Zum anderen möchten sie damit auch Zeuginnen eines diskriminierenden oder rassistischen An- oder Übergriffes dazu ermutigen, statt zu schweigen, zu intervenieren und die betroffenen Personen unterstützen.

Joshua Amissah

Der Co-Kurator der photoSCHWEIZ 19/20 Joshua Amissah schildert auf seinem privaten Instagram-Account seine Erfahrungen als PoC-Zugehöriger. Damit möchte er erreichen, dass sich Schweizer mit ihren eigenen Vorurteilen auseinandersetzen. Denn Aussagen wie "Du bist ziemlich heiss für einen Schwarzen" – so nett auch gemeint – sind ein No-Go. Was einem unter die Haut geht, ist Joshuas Timeline seines letzten Posts: Die dauert nämlich von seinen Babyjahren bis heute.

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