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In Schottland gibts Binden und Tampons ab sofort gratis

von Alisa Fäh

27 AUGUST 2018

Life

Schottland ist weltweit das erste Land, das an allen Schulen und Unis Hygieneartikel für Frauen kostenfrei zur Verfügung stellt.

Die Mens kann nervig sein – aber was sie noch schlimmer macht: Tampons und Binden sind ganz schön teuer. Eine Studie der schottischen Organisation Young Scot zeigte kürzlich, dass sich jede zehnte Schülerin Tampons und Binden kaum leisten kann. An der sogenannten "Period Poverty" (auf Deutsch etwa: Periodenarmut) will Schottland jetzt etwas ändern.

Seit letzter Woche gibt es dort in mehr als 100 öffentlichen Gebäuden Automaten mit Tampons und Binden – gratis. Nun ziehen die Schulen und Unis des Landes nach: 5.2 Millionen Pfund (etwa 6.5 Millionen Franken) lässt sich der Staat sein Programm zum Kampf gegen die Periodenarmut kosten. Ziel des Projekts ist es, allen Frauen in Schottland einen Zugang zu kostenlosen Hygieneartikeln zu verschaffen.

Ein Zeichen gegen die geschlechtsspezifische Ungleichheit

Das Programm soll laut Staatssekretärin Aileen Campbell bewirken, dass die nötigen Produkte "auf sensible und würdevolle Art zur Verfügung gestellt werden und Frauen sich leichter aufs Lernen konzentrieren können." Weiter erläutert Campbell: "Es ist schlichtweg inakzeptabel, dass irgendjemand damit zu kämpfen hat, sich grundlegende Hygieneartikel leisten zu können."

Mit dem Programm will man ausserdem ein Zeichen gegen die geschlechtsspezifische Ungleichheit setzen. Tampon-Spender sollen auf Frauentoiletten in Schottland bald so üblich sein wie eine Rolle Klopapier. Vorbildlich!

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