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In ganz Schottland gibts bald LGBTI-Unterricht

von Alisa Fäh

12 NOVEMBER 2018

Life

Weltweit gibt es bisher keine Schule, an der die Geschichte und Bedeutung der LGBTI-Community zum obligatorischen Schulstoff gehört. Schottland wird das nun ändern – aus gutem Grund.

Seit es als erstes Land weltweit Binden und Tampons kostenfrei zur Verfügung stellt, sind wir hin und weg von Schottland. Jetzt gibts noch einen weiteren Grund zur Begeisterung: Schottland ist das erste Land der Welt, das LGBTI verpflichtend auf den Lehrplan setzt.

Das Thema soll nicht als einzelnes Schulfach unterrichtet werden, sondern sich ab 2021 durch alle Fächer ziehen. Dabei wird es um die Bedeutung und Geschichte der LGBTI-Community, queere Identitäten und den Kampf um Gleichberechtigung gehen. Durch die Aufklärung im Unterricht will Schottland gegen Homo- und Transphobie vorgehen.

Queere Themen sollen eingebunden werden

Ins Rollen gebracht wurde das Ganze durch "Time for Inclusive Education" (TIE), eine Kampagne, die fordert, dass LGBTI-Themen in der Bildung mehr miteinbezogen werden. TIE gab der Regierung Empfehlungen dazu, wie LGBTI besser ins Bildungssystem integriert werden kann – und die Regierung nahm all die Verbesserungsvorschläge an.

Das hat einen ernsten Hintergrund, wie eine Studie für TIE zeigte: Neun von zehn queeren Jugendlichen in Schottland haben in der Schule schon Homophobie erlebt. Mehr als jeder Vierte von ihnen gab an, dass er sich deswegen habe umbringen wollen. Jordan Daly, Mitbegründer von TIE, sagt zur Neuerung im Lehrplan: "Das ist ein historischer Moment für unser Land. In einer Zeit von globaler Unsicherheit zeigt das jungen LGBTI-Menschen klar: Ihr werdet in Schottland wertgeschätzt."

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