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Im UK wird stereotypische Werbung verboten

von Marie Hettich

19 DEZEMBER 2018

Life

Ab Juni darf in Grossbritannien keine Werbung mehr gezeigt werden, die Gender-Stereotype bedient. Das gilt auch für Influencer.

Wäre das obige Stock-Foto Werbung für zum Beispiel Staubsauger, Möbel oder Handys, wäre sie ab Juni in Grossbritannien verboten. Denn: Sie bedient Gender-Stereotype, weil die Frau am Putzen und der Mann währenddessen am Rumgammeln ist. Damit landet auch pseudo-lustige Werbung, in der Frauen keine Ahnung davon haben, wie man ein Regal zusammenbaut oder Männer ratlos vor der vollen Windel ihres Kindes stehen, auf dem Index, der vergangenen Freitag von der britischen Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) festgelegt wurde.

"Unsere neue Regelung setzt Geschlechterklischees in der Werbung ein Ende, weil die Gesellschaft sich sonst nicht weiterentwickeln kann", so Shahriar Coupal, der bei ASA den Bereich Werbestrategien und -umsetzung leitet, in einem offiziellen Statement. Ella Smillie, die Projektleitern, ergänzt: "Gender-Stereotype halten Menschen davon ab, ihr Potenzial auszuschöpfen. Aufgrund ihres Geschlechts meiden sie beispielsweise bestimmte Jobs oder Branchen. Das geht auf Kosten der Individuen, aber auch auf Kosten der Wirtschaft."

Neue Regeln auch für Influencer

Die neuen Regeln gelten für Banner an Bahnhöfen genauso wie für TV-und Radiospots – und für Social Media. Bald dürfen also auch britische Celebs und Influencer in ihren Paid Posts keine Gender-Stereotype mehr zeigen. Vor allem hier könnte es ganz schön kompliziert werden: Denn dass auf Insta in erster Linie Frauen für Schlank- und Schönmacher werben, ist ja schon ein Gender-Stereotyp an sich.

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