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Instagram @madisonbontempo

Ihr Baby hat 115'000 Follower – noch vor der Geburt

von Gina Buhl

4 MÄRZ 2019

Life

Obwohl das Baby von Influencerin Madison Fisher noch nicht mal auf der Welt ist, warten bereits tausende Insta-Follower auf den ersten Post. Eine ziemlich absurde Sache.

Halston Blake Fisher hat 115'000 Insta-Follower. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass auf ihrem Profil gerade mal ein Beitrag veröffentlicht wurde – einer, der nicht einmal besonders schön aussieht: Es ist ein brauner, schnörkeliger Schriftzug.

Um einiges beachtlicher wird das Ganze, wenn man sich den Post in Halstons Feed mal etwas genauer anschaut. "Arriving March 2019" steht in der Caption, dahinter ein Baby-Emoji.

Nein, Halston ist nicht etwa auf Pressereise mit ihrem Baby und kommt im März zurück – die mysteriöse Influencerin ist tatsächlich noch nicht einmal auf der Welt.

Erfolgreiche Influencer-Family

Der Grund für ihre immense Followeranzahl? Ihre übermotivierte Influencer-Familie, die sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzt: Mama Madison Fisher (776'000 Abonnenten), Papa Kyler Steven Fisher (370'000 Follower) und die beiden Zwillings-Girls Taytum und Oakley, die im zarten Alter von zwei Jahren auf sage und schreibe 2.5 Millionen (!) Follower kommen.

Verwunderlich ist das aber nicht: Denn die Insta-Familie weiss ganz genau, wie man sich (und das noch ungeborene Baby) vermarktet: Mama Madison etwa postet seit dem Beginn ihrer Schwangerschaft massenhaft Bilder von ihrer "super happy" Schwangerschafts-Experience und von der "super awesome" (gesponsorten) Umstandsmode, die sie trägt. Auch ein beliebtes Motiv: Ihre "super cute" Kugel, die sie jeweils mit Markierungen versieht, die auf Halstons Profil führen. Jep, richtig gelesen.

Einen konkreten Vorgeschmack, was Insta-Baby Halston nach der Geburt blüht, bekommt man dann beim Betrachten des Profils ihrer zweijährigen Geschwister: Gestylt wie kleine Erwachsene, müssen sie für Werbe-Posts für Lockenwickler, Yogamatten, Schuhe oder Snacks herhalten. Ob die Kleinen auf die vielen aufwändig inszenierten Shootings immer Bock haben, ist fraglich – aber darum gehts den Eltern bei einer Einnahme von bis zu 20'000 Dollar pro Post wahrscheinlich auch nicht.

Keine Gesetze zum Schutz von Influencer-Kids

Ihren Eltern, die für die professionellen Shoots selbst verantwortlich sind, gehen die Ideen jedenfalls noch lange nicht aus. In ihren Daily-Vlogs auf Youtube planen sie nämlich seit Wochen Shootings für ihr ungeborenes Baby. Privatsphäre der Kinder wird bei den Fishers eben gross geschrieben.

Leider gibt es weder in den USA noch in der Schweiz bisher Gesetze, die Influencer-Eltern das Vermarkten ihrer Kids in den Sozialen Medien verbieten. Tatsächlich sprechen manche Experten in solch extremen Fällen bereits von einer Art Kinderarbeit, vor der man die kleinen Stars schützen müsste. Dabei sei es nicht nur die Verantwortung der Eltern, sondern auch der Plattformen auf denen Geworben wird, ein Auge auf die Privatsphäre der Kinder zu werfen.

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