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"Ich wurde wegen meinem Man-Bun gefeuert"

von Gina Buhl

7 AUGUST 2018

Life

Ein ehemaliger Angestellter der Fluggesellschaft British Airways behauptet, er hätte wegen seiner Frisur den Job verloren.

Die Geschichte des Londoner Terminal-Angestellten Sid Ouared klingt eigentlich zu absurd, um wahr zu sein: Der 26-Jährige war gerade dabei, seine Ausbildung zum Service-Assistenten bei der britischen Fluggesellschaft British Airways abzuschliessen, als er am letzten Tag seiner Lehrzeit die Kündigung erhielt. Der Grund: seine Frisur. "Ich wurde wegen meinem Man Bun gefeuert. Er passt laut British Airways nicht zu ihren Regeln", erzählt Sid der "New York Post". Dass sein Arbeitgeber ein Problem mit seinem Style gehabt hätte, sei ihm nie aufgefallen. 

"Du hättest sie unter einen Turban stecken sollen"

Seit seiner Kündigung vergangener Woche hätte Sid realisiert, dass er Opfer von sexistischem Verhalten geworden sei, so der Man-Bun-Träger. "Dass sie mich als Mann mit langen Haaren rausgeschmissen haben, ist lächerlich. Darauf wären sie bei einer Frau ja auch nie gekommen." 

Die ganze Geschichte wird noch absurder: "Nach der Kündigung sagten sie zu mir: Du hättest deine Haare entweder abschneiden, sie wie ein Sikh unter einem Turban verstecken oder Dreadlocks wie ein Rastafari tragen müssen." Sid fühle sich aber weder zur einen noch zur anderen Kultur verbunden. "Ich kann immer noch nicht fassen, dass sie das wirklich von mir verlangt hätten." Sollte das alles wirklich stimmen, teilen wir Sids Fassungslosigkeit.

Würdet ihr für den Job eure Frisur verändern?

1836 Votes
  • Auf jeden Fall. Das gehört bei manchen Jobs eben dazu. 57%
  • Sicher nicht. Entweder sie akzeptieren mich so wie ich bin – oder eben nicht. 43%

Sid, der früher im Luxus-Detailhandel tätig war, hätte noch nie Probleme mit seinen langen Haaren im Job gehabt. "Aber diese alte, mufflige Airline hat anscheinend nicht verstanden, dass wir im modernden Zeitalter der Gleichberechtigung leben." Der Londoner habe kurz überlegt, gerichtlich gegen British Airways vorzugehen. Doch davon sei er wieder abgekommen. Die Fluggesellschaft selbst hat sich noch nicht öffentlich zum Fall geäussert.

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