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Mit diesem neuen Feature will H&M fairer werden

von Sonja Siegenthaler

24 APRIL 2019

Fashion

Aus welchem Land ein Kleidungsstück kommt und woraus es besteht, muss heute schon auf jeder Etikette stehen. H&M geht jetzt einen Schritt weiter.

Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein nicht mehr zu vernachlässigendes Thema in der Modeindustrie. Immer mehr Brands setzen auf nachhaltig und fair produzierte Kleidungsstücke und auf recycle- und abbaubare Materialien. Seinen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft will auch H&M leisten: Als erster Fast-Fashion-Retailer setzt das Schwedische Modehaus auf eine detaillierte Produkttransparenz.

Seit Dienstag findet man auf allen H&M-Webseiten die neue Rubrik "Produktnachhaltigkeit". Dort gelangt der Kunde zu detaillierten Informationen zum Produktionsland, den Lieferanten- und Fabriknamen, der genauen Adresse und der Anzahl der Arbeiter in der jeweiligen Fabrik. Auch über den Herstellungsprozess der verwendeten Materialien klärt H&M den Online-Kunden auf.

Ein Screenshot zeigt, wo das Produkt genau herkommt.
zvg

"Durch Offenheit und Transparenz zum Herstellungsort hoffen wir, eine Messlatte in unserer Branche zu setzen. Wir ermutigen die Kunden, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Mit der Einführung entsteht die Verantwortung, Transparenz zu einem wichtigen Faktor für die Schaffung einer nachhaltigeren Modebranche zu machen", erklärt Isak Roth, Leiter des Nachhaltigkeits-Departments bei H&M, in der Pressemitteilung.

Das Feature ist nicht nur auf den Online-Shop limitiert, sondern auch in allen Stores abrufbar – sogar bei H&M Home. Dafür scannt man die Preisetikette mit der H&M-App und erhält dann die Infos online.

Eine Frage bleibt

Sicherlich ist die neue Transparenz von H&M ein Schritt in eine gute Richtung. Fraglich bleibt, welchen Mehrwert der Endverbraucher aus den erhaltenen Informationen zieht.

H&M lässt auf der Webseite verlauten, dass "alle Lieferanten und Fabriken unsere strikte Verpflichtung zur Nachhaltigkeit unterschreiben müssen, die gerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen für alle fordert". Wie viele Kunden effektiv Nachforschungen über die Fabriken anstellen, in denen ihre günstigen Kleider hergestellt wurden, sei dahingestellt.

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