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Henry Cavill hat seit #Metoo ein Datingproblem

von Stephanie Vinzens

13 JULI 2018

Entertainment

Der Superman-Darsteller Henry Cavill traut sich nicht mehr Frauen anzusprechen, weil er fürchtet, danach als Vergewaltiger beschuldigt zu werden.

Den Schauspieler Henry Cavill kennen wir vor allem als Superman aus Filmen wie "Man of Steel" oder "Justice League". Nicht ganz so heldenhaft finden einige Twitter-User nun seine Aussagen über die #Metoo-Bewegung: Gegenüber "GQ-Australia" hat der 35-Jährige erzählt, dass er sich seither kaum mehr traue, Frauen anzusprechen – aus Angst davor, danach als Vergewaltiger dazustehen. Anstatt sich in dieses "Höllenfeuer" zu begeben, date er lieber eine Ex-Freundin.

Zudem gab Cavill zu, dass er in Sachen Dating eher von der traditionellen Sorte sei. Sprich: Er will um seine Zukünftige werben, ihr hinterherrennen. #Metoo mache ihm da einen Strich durch die Rechnung. Denn sobald eine Frau nein sagt, müsse man sofort aufhören, ihr Avancen zu machen. "Dann wiederum heisst es 'oh, wieso gibst du auf?' und ich so: 'Weil ich nicht ins Gefängnis will?'", erzählt der Schauspieler.

Als das Interview diese Woche veröffentlicht wurde, liessen wütende Tweets nicht lange auf sich warten. Eine Userin schreibt: "Wenn du den Unterschied zwischen jemanden nett zu einem Date einladen und sexueller Belästigung nicht kennst, hast du ein ernsthaftes Problem." Findet auch diese Userin: "Der schlimmste Teil des Interviews ist, dass er verwirrt scheint, weil er bei dem Wort "Nein" aufhören soll." Eine weitere meint: "Solche Männer haben nicht Angst als Vergewaltiger dazustehen. Sie sind genervt, weil wir in Dating- und Beziehungsfragen Gleichberechtigung wollen."

Cavill hat sich mittlerweile entschuldigt

Viele kamen Cavill nach dem Shitstorm jedoch zur Hilfe. "Alle Leute, die Cavills Worte verdrehen, sollten sich schämen. Der Typ ist besorgt darüber, dass falsche Anschuldigungen seine Karriere zerstören könnten. Das ist heutzutage eine berechtigte Angst", so ein Twitter-User. Ein anderer schreibt: "Die Leute, die jetzt überreagieren, sind der Beweis dafür, dass seine Angst berechtigt ist."

Cavill hat sich mittlerweile öffentlich für "die Verwirrung und das Missverständnis" entschuldigt und gegenüber "Bustle" ein Statement abgeliefert: "Es war nicht meine Absicht, unsensibel zu sein. Ich hatte vor Frauen immer immer die höchste Achtung – egal ob in einer Freundschaft, Beziehung oder im Job." Zudem freue er sich, in Zukunft klarstellen zu können, wie er wirklich zu dieser #Metoo-Sache steht: Sie sei nämlich grundlegend wichtig und er unterstütze sie mit ganzem Herzen.

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