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Diese Tipps helfen gegen "Headline Anxiety"

von Gina Buhl

6 JUNI 2019

Health

Fühlt ihr euch auch manchmal überfordert von den Schlagzeilen, die ununterbrochen auf uns einpreschen? Diese Tipps können helfen.

Bombenanschläge, Flüchtlingswelle, Brexit, Trump, Klimawandel: Wir werden jeden Tag mit einer unglaublichen Anzahl von Nachrichten mit alarmierenden Schlagzeilen bombardiert. Dass das etwas mit uns macht, ist eigentlich nur logisch. So hat eine Untersuchung in Grossbritannien, die letzte Woche im Fachmagazin der "Psychological Association of Britain" erschienen ist, ergeben, dass sich ganze 87 Prozent der Briten gestresst fühlen, nachdem sie Online-News konsumiert haben. Tatsächlich reicht das blosse Lesen des Titels aus, um den Kortisolspiegel (der Stressindikator unseres Körpers) merklich in die Höhe zu treiben.

Was tun gegen "Headline Anxiety"?

Die Forscher nennen dieses Phänomen "Headline Anxiety", also Schlagzeilen-Angst, – und vermuten, dass die Anzahl der Betroffenen wohl auch in anderen Ländern genauso hoch sei. Falls euch beim Blick aufs Handy auch regelmässig so ein eklig-beklemmendes Gefühl überkommt, hier ein paar Dinge, die ihr bei eurem täglichen Nachrichtenkonsum beachten könnt.

  • Begrenzt den Zeitraum eures News-Konsums
    Dass das blaue Bildschirmlicht uns schlechter schlafen lässt, muss man mittlerweile wohl niemandem mehr sagen. Aber: Nicht nur das Licht beeinflusst unsere Fähigkeit, den Zen-Modus anzuknipsen. Auch die nicht enden wollenden Neuigkeiten, die unser Handy bei jedem Bildschirm-Tipper bereithält, bringen die Synapsen zum Qualmen. Tatsache ist: Niemand verblödet, wenn er News ab einem gewissen Zeitpunkt des Tages ignoriert oder das Nutzungs-Pensum begrenzt. Also do it! Nicht genug Disziplin? Beim iPhone und Android lassen sich die Bildschirmzeiten eindämmen: Öffnet die Einstellungen und tippt auf "Bildschirmzeit". In der Hauptansicht könnt ihr dann eine bildschirmfreie Zeit einplanen oder für einzelne Apps (zum Beispiel News-Apps oder Insta) Zeitlimiten festlegen.
  • Macht mal Push-Pause
    Wenn ihr nicht als Journalistin oder Journalist bei einem wahnsinnig wichtigen News-Medium arbeitet und deshalb 24/7 im Einsatz sein müsst, weil ohne euch die Welt untergeht, logo: Macht mal Pushnachrichten-Pause. Obwohl – schaltet sie auch mal aus, wenn die Beschreibung zutrifft. Eine Studie aus dem Jahr 2016 hat nämlich ergeben, dass die ständigen Pushs langfristig einen negativen Einfluss auf die kognitiven Prozesse unseres Gehirns haben können, da sie die reibungslose Übertragung von Informationen ständig unterbrechen. Damit leidet die Konzentration enorm. Ausserdem zeigt eine Studie aus dem Jahr 2015, dass diese eher aggressive Art der verkürztem Nachrichten-Präsentation massiven psychischen Stress verursachen kann. Überzeugt?
  • Konzentriert euch mehr auf die Good News
    Ihr habt das Gefühl, die ganze Welt sei schlecht? Könnte daran liegen, dass ihr vom Gegenteil gar nichts mitbekommt. Gossip und Drama finden in Medien – im Gegensatz zu unaufgeregten, positiven News – gefühlt ständig statt. Liegt wohl vor allem daran, dass die negativen Schlagzeilen eher unsere Aufmerksamkeit triggern. Konsumiert also bewusst Seiten, die Nachrichten sachlich wiedergeben und sucht aktiv nach positiven News auf Seiten wie "goodnewsnetwork", "Positive News" oder "Good Stories".
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