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Greta will jetzt nur noch online fürs Klima streiken

von Gina Buhl

13 MÄRZ 2020

Life

Wegen des Coronavirus sind in den vergangenen Tagen viele Klimastreiks abgesagt worden. Greta Thunberg hat nun eine Idee entwickelt, um trotzdem massenwirksam zu demonstrieren.

Heute wären die Klimastreiks, die seit über einem Jahr weltweit unzählige von Schülerinnen und Schülern auf die Strasse treiben, in die 82. Runde gegangen. An diesem Freitag wird es aber zum allerersten Mal anders laufen.

Die Streikenden werden heute nämlich nicht eng an eng marschierend auf die Klimakrise aufmerksam machen. Die meisten von ihnen werden zuhause bleiben. Grund dafür ist das Coronavirus – und Greta Thunberg.

"In Zeiten einer Krise ändern wir unsere Vorgehensweise"

Um 9 Uhr heute morgen hat die Klimaaktivistin auf ihren Social-Media-Kanälen eine Ansage gemacht: "Wir jungen Leute sind am wenigsten betroffen von diesem Virus, aber es ist wichtig, dass wir uns solidarisch mit den gefährdeten Menschen verhalten und im besten Interesse unserer Gesellschaft handeln. "In Zeiten einer Krise ändern wir unsere Vorgehensweise", schreibt Greta.

Es sei nun an der Zeit, neue Wege zu finden, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Deshalb schlägt Greta vor, die Klimastreiks heute ausschliesslich in die Sozialen Medien zu verlegen. "Ihr könnt Teil des #Digitalstrike werden, indem ihr ein Foto von euch hochladet, das euch mit einem Protestschild zeigt. Benutzt den Hashtag #ClimateStrikeOnline".

Bereits vor zwei Tagen hat die 17-jährige Fridays-For-Future-Initiatorin ihren Followerinnen und Followern mit einem Diagramm verdeutlicht, dass die Sache mit den Versammlungen aktuell keine besonders gute Idee ist: "Wir können eine Krise nicht lösen, ohne sie als eine Krise zu behandeln, und wir müssen uns hinter Expertinnen und die Wissenschaft stellen. Das gilt selbstverständlich für alle Krisen", so Greta.

Diese Expertinnen empfehlen, grosse Menschenansammlungen zu meiden, um die Ansteckungen einzugrenzen. "Haltet eure Anzahl klein, aber eure Stimmung hoch. Und lasst uns das eine Woche nach der anderen angehen."

Und die Streikenden? Sind on fire. In einem Video des schwedischen Twitter-Accounts "Klimastrejke" etwa, schliessen sich unzählige Aktivistinnen und Aktivisten Gretas Aufruf an und fordern ihre Streik-Gspänlis auf, von zuhause aus fürs Klima einzustehen.

Innerhalb weniger Stunden ist der Hashtag #ClimateStrikeOnline in den internationalen Twitter-Trends weit nach oben geklettert. Auf Insta tummeln sich zahlreiche Fotos mit Homeoffice-Streikenden. Und auch Gretas Insta-Post wird von unterstützenden Kommentaren überschüttet.

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