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Wie du deine Gewohnheiten ändern kannst

von Janine Heini

16 AUGUST 2019

Life

Wir alle nehmen uns hin und wieder vor, etwas im Leben zu verändern. Wie du das mit kleinen Handlungen schaffst, liest du hier.

Die gute Nachricht zu Beginn: Wir können uns ändern. Das menschliche Gehirn ist bis zum Ende des Lebens formbar. Dass es, um Energie zu sparen, lieber gewohnten Handlungen nachgeht, ist die schlechte Nachricht.

Anders siehts aus, wenn man das Ändern von Gewohnheiten in Baby-Steps angeht. Der amerikanische Autor James Clear erklärt in seinem Buch "Atomic Habits", wie auch kleine Handlungen einen grossen Einfluss haben können. Nämlich, wenn sie über Monate oder Jahre hinweg durchgeführt werden. Dazu schlägt er 4 Regeln vor.

1. Mach es offensichtlich

Nicht was, sondern wer

Laut Clear der effektivste Weg, Gewohnheiten zu ändern: Konzentriere dich nicht darauf, was du erreichen willst, sondern darauf, wer du werden willst. Deine Identität entsteht aus deinen Gewohnheiten. Frag dich, ob dir dieses Verhalten hilft, die Art von Person zu werden, die du sein möchtest.

Gewohnheiten stapeln

Finde eine bestehende Gewohnheit und kombiniere dazu eine neue Tätigkeit oder ein Verhalten, das du dir angewöhnen möchtest. Zum Beispiel gewöhnst du dir neu an, nach dem abendlichen Zähneputzen dein Handy in den Flugmodus zu schalten.

2. Mach es attraktiv

Müssen & Wollen kombinieren

Verbinde eine Handlung die du erledigen musst mit einer angenehmen Tätigkeit. Beispiel: Nachdem ich drei potenzielle Kunden angerufen habe, werde ich eine Kaffeepause machen.

Sicht ändern

Wir ziehen die Gegenwart der Zukunft vor, das erschwert eine Gewohnheitsänderung. Die Kosten der guten Gewohnheiten liegen oft im Jetzt: Ich schinde mich heute im Gym, um später fit zu bleiben. Die Folgen der schlechten Gewohnheit liegen in der Zukunft: Ich bewege mich zu wenig und habe später gesundheitliche Probleme. Denke nicht "ich muss etwas tun", sondern "ich kann etwas tun". Diese neue Sicht hilft, die neue Gewohnheit nicht als Last zu sehen.

3. Mach es simpel

Zwei Minuten

Eine neue Gewohnheit sollte anfangs weniger als zwei Minuten dauern. Diese Regel macht es einfacher, eine neue Gewohnheit aufzubauen. Wer mehr lesen will, kann anfangs einfach eine Seite pro Tag lesen. Der Einstieg ist gegeben und die Gewohnheit kann nach und nach ausgeweitet werden.

Vergiss Ziele, fokussiere auf den Prozess

Wenn es dir schwer fällt, deine Gewohnheiten zu ändern, liegt das Problem an deinem System. Bei Zielen gehts lediglich um Ergebnisse. Dabei ist der Prozess, der zu diesen Ergebnissen führt, viel wichtiger. Der Erfolg ist nur eine momentane Veränderung. Dein Ziel ist zum Beispiel ein ordentliches Zimmer. Wenn du aufräumst, hast du zwar kurzfristig dein Ziel erreicht, aber ohne das System zu ändern, wirst du schnell wieder Unordnung haben.

4. Mach es befriedigend

Gewohnheiten tracken

Es hilft, seine neue Gewohnheiten zu tracken und Protokoll darüber zu führen – dazu gibts auch diverse Apps. So ist der Anreiz grösser, sie zuverlässig auszuführen. Einmal einen Tag auszulassen, kann passieren. Bei zwei Tagen muss die Gewohnheit allerdings schon wieder neu etabliert werden.

Motivationspartner

Partner zur Unterstützung können helfen. Wenn wir wissen, dass uns jemand zusieht, geben wir uns mehr Mühe. Schliess dich also mit jemandem zusammen. Motiviert euch gegenseitig und kontrolliert, ob ihr euren neuen Gewohnheiten auch nachgeht.

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