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Was am diesjährigen Frauenstreik in der Schweiz läuft

von Gloria Karthan

13 JUNI 2020

Life

Am Sonntag wird erneut für mehr Gleichberechtigung gestreikt. Statt wie letztes Jahr mit einer grossen Demo allerdings mit kreativen, kleinen Aktionen in allen grossen Deutschschweizer Städten.

Rund eine halbe Million Frauen streikten am 14. Juni 2019. Der letztjährige Frauenstreik war damit hierzulande die grösste Demo seit dem Generalstreik von 1918. Die Forderung nach Gleichstellung ist dieses Jahr noch genauso aktuell, denn politisch hat sich diesbezüglich kaum etwas getan.

Aufgrund der Corona-Krise ist ein grosser Umzug dieses Jahr natürlich nicht möglich. Doch die Frauenstreik-Organisatorinnen haben sich viele kreative Aktionen einfallen lassen, wie den Forderungen im Rahmen der geltenden Gesundheitsvorschriften trotzdem Ausdruck verliehen werden kann.

Die Veranstalterinnen weisen darauf hin, dass ihr am besten eine Maske mitnehmt und Abstand zueinander haltet. Wer sich krank fühlt oder aus anderen Gründen zu Hause oder bei der Arbeit bleiben muss, kann zum Beispiel eins der Streikradios hören, sich einen Streikbutton anpinnen oder bei der schweizweiten Lärmaktion mitmachen: In Anlehnung an den letztjährigen Streikbeginn und um auf Lohnungleichheit aufmerksam zu machen, wird am Sonntag um 15.24 Uhr mit Parolen, Trillerpfeifen und Musikboxen Lärm gemacht.

Was sonst noch so geht:

Zürich

Unter dem Motto "Feministisch pausieren, kollektiv organisieren" ruft das Zürcher Frauenstreikkollektiv zum erholenden Protest auf. Es sind viele verschiedene Aktionen geplant und man kann eigene Ideen online eintragen: Ob Pin-Werkstatt, Stadtrundgang zum Thema "Zürich und die Frauen" oder Wäscheleinen-Installation. Von 14 bis 16 Uhr soll die Route vom feministischen Streikhaus zum Helvetiaplatz in Kleingruppen fantasievoll bespielt werden. Hörtipp: Das Streikradio auf Radia Lora (97.5 MHz oder online).

Mehr Details zum Programm findest du hier.

Basel

Der Verein Frauenstreik Basel hat von der Stadt eine Bewilligung für fünf Plätze in Basel erhalten, an denen unter Einhaltung des Schutzkonzepts gestreikt werden kann. Auf dem Petersplatz kannst du siebdrucken, im St. Johannspark eine Kickbox-Stunde besuchen oder auf der Claramatte eine Fotoaustellung der kurdischen Frauenbewegung besuchen. Und auch an weiteren Orten in der Stadt läuft am Streiktag etwas. Hörtipp: Auch in Basel gibts am Sonntag auf Radiopolis ein feministisches Radioprogramm.

Alle Basler Aktionen und Details dazu findest du hier.

Übrigens: Du möchtest dich gerne am Frauenstreik beteiligen, aber weisst nicht, welche Aktionsform am besten zu dir passt? Der Verein Frauenstreik Basel hat dazu einen Entscheidungsbaum (hier als PDF) erstellt:

Keine Ahnung, wie du dich am Frauenstreik beteiligen könntest? Der Entscheidungsbaum kann dir vielleicht helfen.
Luzia Schuler für das Feminstische Streikkollektiv Basel

Keine Ahnung, wie du dich am Frauenstreik beteiligen könntest? Der Entscheidungsbaum kann dir vielleicht helfen.

Bern

Wegen der Corona-Massnahmen wird es auch in Bern dieses Jahr keinen Demoumzug zum Frauenstreik geben. Stattdessen hat das Berner Frauenstreikkollektiv auf der Demo-Route vom Vorjahr einen feministischen Postenlauf zu Themen wie Care-Arbeit, Lohngleichheit oder Gewalt organisiert. Der Postenlauf wird von 14 bis 17 Uhr stattfinden, deine Startnummer erhältst du am Bundesplatz.

Die Karte des Postenlaufs und noch mehr Infos findest du unter diesem Link.

St. Gallen

Weil grosse Ansammlungen und Demonstrationen zur Zeit nicht möglich sind, findet zum Frauenstreik in St. Gallen ein Sternmarsch von sieben Startpunkten statt. Mit Transparenten, Fahnen und Trillerpfeifen könnt ihr in Gruppen von höchstens 15 Personen auf eure Forderungen aufmerksam machen. Achtung, diese Aktion findet bereits am Samstag, 13. Juni statt. Um 14 Uhr gehts los, Ziel ist der Stadtpark.

Die Startpunkte findest du hier aufgelistet.

Luzern

Auf der Strecke der letztjährigen Demo organisiert der Frauenstreik Luzern eine sogenannte Frauen*meile. Die Route kannst du individuell begehen. Der Start ist beim Theaterplatz, von da an gehts via Regierungsgebäude über die Reussbrücke in die Altstadt in Richtung Seebrücke. Unterwegs sind immer wieder Hinweise und Posten verteilt: Reden, die du über QR-Codes anschauen kannst, Fahnen und Transpis sowie Fakten zur Gleichstellung.

Mehr Details und eine Karte gibts hier.

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