fat at fashion week
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"Fett zu sein und Mode zu lieben, ist schwierig"

von Anna Janssen

7 MÄRZ 2019

Fashion

Die Body-Positivity-Bloggerin Kellie Brown zeigt mit dem Hashtag #fatatfashionweek, dass auch füllige Frauen zur Modebranche gehören.

Seit Langem besucht die US-Bloggerin, Modejournalistin und PR-Beraterin Kellie Brown die New York Fashion Week. Von Streetstyle-Fotografen ignoriert und der restlichen Fashion Crowd unbeachtet, hat sich Kellie jahrelang wie die einzige Frau im Modebusiness gefühlt, die nicht Kleidergrösse 34/36 trägt.

Als sie letzten Herbst bei einem Event des Plus-Size-Luxus-Onlineshops 11 Honoré war, und in einem Raum voller kurviger Frauen sass, kam ihr die Idee zu dem Hashtag #fatatfashionweek. Noch am selben Tag postete Kellie den Hashtag zum allerersten Mal auf ihrem Insta-Account.

Die Bloggerin will zeigen, dass kurvige Frauen in der Modebranche existieren und arbeiten – auch wenn sie von den Medien nicht gezeigt werden. "Fett zu sein und Mode zu lieben, ist schwierig“, schreibt Kellie in einer Kolumne für die "Teen Vogue". "Aber das Gewicht hat rein gar nichts mit deinem Verständnis von Farben, Proportionen und Stil zu tun."

Kellies Hashtag verbreitete sich schnell: Viele Bloggerinnen und Influencerinnen tippten während den Modewochen #fatatfashionweek in ihr Smartphone.

Als junge Frau war Kellie Brown unsicher, ob sie mit ihrem Körper – und ihrer Hautfarbe – in die Modebranche gehört, da sie sich in den Frauen aus den Modezeitschriften nie wiedererkennen konnte. Als sie Fern Mallis – Gründerin des Vorgängers der New-York Fashion Week und ebenfalls curvy – im Fernsehen sah, wusste sie, dass sie im Business wohl doch eine Chance haben könnte.

"Ich musste früher überall nach coolen Teilen suchen: in Vintage-Shops, in der Männerabteilung. Plus-Size-Stores konnte ich vergessen, weil die für alte Frauen gedacht waren, die sich hinter ihren Klamotten verstecken wollen", so Kellie. Heute zeigt sich die Mode-Bloggerin in bunten Farben, in crazy Mustern – und vor allem: in den neusten Trends.

Auch wenn sich in der Fashionbranche schon viel getan hat, ist Kellie noch lange nicht zufrieden. Sie wünscht sich, dass Plus-Size auf den Streetstyle-Fotos und in den grossen Modemagazinen viel häufiger gezeigt wird. Und dass künftig noch mehr trendy Teile auch in ihrer Grösse produziert werden.

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