Istock 185064620 Copie
iStock

Ein Plädoyer dafür, Dinge aufzuschieben

von Valentina San Martin

28 JUNI 2018

Health

Immer alles auf morgen zu verschieben, sei eine schlechte Angewohnheit. Nicht wirklich, sagt Friday-Redaktorin Valentina. Sie erklärt, weshalb.

„Los geht’s. Bald sind Prüfungen und dieses Jahr fange ich früher an, versprochen!“ Das sagst du dir wahrscheinlich in der Lernzeit auch immer. Und da sitzt du nun, surfst im Netz und bist gerade wiedermal auf ein herziges Katzenvideo gestossen. 

Und schon schwimmst du in den tiefen Gewässern des Internets und hast sogar den alten Blog deiner grössten Feindin aus dem Jahr 2006 gefunden. Professionelle „auf-morgen-Verschieber“ gehen sogar noch weiter und gönnen sich einen kleinen Ausflug an den See – wenn schon mal die Sonne scheint. Irgendwann wendet sich das Blatt und du fängst an zu stressen, du machst dir Vorwürfe: „Wieso habe ich den Aufsatz noch nicht geschrieben, wieso den Vortrag noch nicht vorbereitet?“ Weg mit den Sorgen! Denn ich, oh grosse Priesterin der Saumseligkeit, erkläre dir nun, wieso das alles viel besser ist, als du denkst.

  • Die kleinen Dinge des Lebens
    Um die Tatsache wieder gut zu machen, dass man wiedermal eine besonders unangenehme Aufgabe vor sich hergeschoben hat, tendiert man dazu, viele kleine Dinge zu erledigen. Dinge, die man sonst niemals tun würde. „Mein Tagebuch korrekturlesen. Ja, aber zuerst muss ich meine Stifte sortieren. Und ich muss unbedingt noch zum Optiker, die Bügel meiner Brille sind viel zu locker.“ Na und? Die kleinen Dinge des Lebens haben eben auch ihre Wichtigkeit.
  • Maximale Konzentration
    Wenn man in den zweiten Gang schalten muss, dann hat das einen klaren Vorteil: Die Konzentration ist auf dem Maximum. Jetzt gibt’s kein Stoppen mehr.
  • Die richtigen Entscheidungen treffen

    Wenn man alles in letzter Minute macht, muss man selektiv vorgehen. Im Gegensatz zu all denjenigen, die sich Jahre im Voraus an die Arbeit machen und ihre Zeit mit Leuchtstift und Postits verplempern. Denn wenn du mal konzentriert bist, dann hast du keine Zeit, dich um die kleinen Details zu kümmern. Du läufst direkt auf die Zielgerade zu. Nur die wichtigen Informationen zählen. Das nennt man Effizienz.

  • Zen bleiben
    Gemäss der American Sleep Association sind müde Angestellte weniger produktiv. Um effizient zu sein muss dein Hirn ausgeruht sein. Während also deine gestressten Freundinnen mehr schlecht als recht versuchen, ihre Panik in Griff zu bekommen und einen Kaffee nach dem anderen kippen, nimmst du es mit Gelassenheit und das zu Recht. Lade deine Batterien auf. Und wenn du wirklich in der Klemme steckst und du im Sommer repetieren musst, dann kannst du ja immer noch bei deinen Freundinnen anklopfen und um Hilfe betteln.

Noch mehr von uns
Was hältst du von diesem Artikel?
  • :(
  • love it no Data :(
  • haha no Data :(
  • wow no Data :(
  • traurig no Data :(
  • wütend no Data :(
  • love it
  • haha
  • wow
  • traurig
  • wütend