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Dieser Mann wird Super-Bowl-Geschichte schreiben

von Gina Buhl

30 JANUAR 2019

Life

Napoleon Jinnies und sein Kollege Quinton Peron werden am Sonntag beim Super Bowl als erste männliche Cheerleader ihre Mannschaft anfeuern.

25'000 US-Dollar: So viel ist die Vince Lombardi Trophy, die Siegestrophäe des Super Bowls, wert. Kommenden Sonntag werden die US-Footballer der L.A. Rams und die New England Patriots darum kämpfen. Aber egal welches Team die Trophäe beim 53. Super Bowl in Atlanta am Ende in den Händen halten wird: Das Spiel wird so oder so in die Geschichte eingehen.

Grund dafür sind Quinton Peron und Napoleon Jinnies. Die beiden Männer werden zwar nicht auf dem Spielfeld, sondern an der Seitenlinie stehen – feuern von dort aber als Teil der ansonsten weiblichen Cheerleader-Squad die L.A. Rams an. Quinton und Napoleon sind damit die ersten männlichen Cheerleader in der Geschichte des Super Bowl.

Dass diese Premiere die beiden in den Ausnahmezustand versetzt, wird auch auf Twitter deutlich: "Seit Sonntag wache ich immer wieder auf und glaube, das ist alles ein Traum. Aber es ist kein Traum … WIR FAHREN ZUM SUPER BOWL!!!!", schreibt Quinton.

Und auch Napoleon kann sein Glück kaum fassen:

Schon vergangenes Jahr haben die beiden für Schlagzeilen gesorgt, als sie es als erste männliche Cheerleader der National Football League verpflichtet wurden: "Ich habe schon als Teenie angefangen, Choreographien für Mädchen zu entwerfen. Und ich war Teil von Mädchen-Mannschaften. Als dann ein Platz im Rams-Team frei wurde, dachte ich: 'Warum eigentlich nicht?'", so Napoleon in einem Interview. Er und Quinton setzten sich dafür gegen mehr als 70 Bewerberinnen durch. Dann tanzten sie sich bis zum Super Bowl.

Aussergewöhnlich sind männliche Stuntmänner bei Cheerleader-Squads nicht. Sie haben Kraft, es braucht sie als starke Basis, die, sobald sie den "männlichen Part" erledigt hat, wieder am Rand steht. Dass sie an der Seite der Frauen die exakt gleiche Performance tanzen, kommt also praktisch nie vor. Wenn das am Sonntag nun beim grössten Sportevent der Welt vor den Augen vor fast einer Millarde von Zuschauern passiert, kann man das also als überfälliges emanzipatorisches Statement sehen.

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