Dieser Kurzfilm verstört – aus gutem Grund

von Marie Hettich

21 DEZ. 2018

Life

In vielen Ländern sind Abtreibungen immer noch illegal. Mit dem brillanten Kurzfilm "Shove" zeigt die Filmemacherin Lauren Pringle, warum sich das ganz dringend ändern muss.

Der 9. August 2018 war ein harter Tag für Argentinien. Obwohl insgesamt über eine Million Frauen monatelang für die Legalisierung von Abtreibungen auf die Strasse gingen, entschied sich die Politik am Ende dagegen. Wer heute in Argentinien eine Schwangerschaft abbricht, muss also nach wie vor mit bis zu 15 Jahren Gefängnis rechnen.

Die Abtreibungsdebatte ist ein globales Thema. Erst vor wenigen Tagen wurde in Deutschland der umstrittene Abtreibungsparagraf reformiert – woraufhin erneut Diskussionen entfacht sind. Und wusstet ihr, dass die strengsten Abtreibungsgesetze Europas nur ein paar Kilometer von uns entfernt im Liechtenstein gelten?

Dubiose Kliniken in Hinterhöfen

Lauren Pringle, eine britische Filmemacherin, die jahrelang in Buenos Aires lebte, liess die Entscheidung des argentinischen Senats keine Ruhe. So ist "Shove" entstanden – ein fünfminütiger Kurzfilm, der verstört. Er soll verstören. Denn ob Abtreibungen nun legal sind oder nicht: Es gibt sie. Und alles, was nicht legal ist, kann in keinem gesicherten Rahmen stattfinden.

"Als ich in Argentinien lebte, wurde ich ungewollt schwanger und stand selbst kurz vor einer illegalen Abtreibung. Ich hatte eine Fehlgeburt, bevor es so weit kommen konnte. Aber bis dato hatte ich einige dubiose Kliniken in irgendwelchen Hinterhöfen gesehen", so Lauren Pringle in der offiziellen Pressemitteilung zum Film. "So vielen Frauen bleibt nichts anderes übrig. Ich will mit meinem Film die Diskussionen weiter ankurbeln."

"Shove" zeigt, was bei einer illegalen Abtreibung im schlimmsten Fall passieren kann – atemberaubend verkörpert von der argentinischen Tänzerin Estefi Spark.

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