Mc-1
Courtesy of Motherhood

Diese Bilder zeigen, wie Frauen nach der Geburt aussehen

von Gina Buhl

28 FEBRUAR 2019

Life

Die neue Kampagne eines britischen Retailers will Schluss machen mit den unrealistischen Bildern der Körper frischgebackener Mütter.

Über die Hälfte aller Frauen fühlt sich nach der Geburt extrem unwohl in ihrem Körper, wie eine Befragung des britischen Brands Motherhood ergeben hat. Sie haben mit den zusätzlichen Kilos zu kämpfen, die da vor der Geburt noch nicht waren. Mit Dehnungsstreifen, mit Narben. Die Frauen finden sich, so die Umfrageergebnisse, schlicht hässlich.

Wie die Befragung zeigt, hat das vor allem einen Grund: Die Omnipräsenz makelloser After-Baby-Bodys in den Medien. Ganze 80 Prozent der Frauen geben an, dass sie ihre Körper mit denen von frischgebackenen Mamis in Filmen, Serien, der Werbung oder den Sozialen Medien zwar ständig vergleichen, sich gleichzeitig von diesen aber überhaupt nicht repräsentiert fühlen würden.

Unretouchiert, ungewohnt

Verständlich, wenn man bedenkt, wie knackig viele Models und Celebs einem gefühlt wenige Tage nach der Entbindung von Magazincovern entgegen strahlen – ohne Photoshop und Personaltrainer zu erwähnen.

Für Motherhood waren die Ergebnisse der Befragung jedenfalls der Grund, zukünftig eine andere Richtung einzuschlagen: Ihre neue Kampagne #bodyproudmoms zeigt Fotos unterschiedlicher Frauen nach der Geburt – mit Babys auf dem Arm und Narben und Dehnungsstreifen am Bauch. Tatsächlich realisiert man beim Blick auf die Bilder, die seit gestern Londoner U-Bahn-Stationen und Kaufhäuser zieren: Davon haben wir bisher eher wenig gesehen.

Verantwortlich für die Fotos der Kampagne ist übrigens die Londoner Fotografin Sophie Mayanne, die, wie sie auf ihrer Webseite schreibt, seit 2017 ihre Arbeiten nicht mehr retouchiert. "Frauen brauchen mehr realistische Vorbilder. Wir wollen, dass sich Mamis mit unterschiedlichen Körperformen und -grössen mit den Kampagnenbildern in irgendeiner Art identifizieren können. Sie sollen sich einfach wohler fühlen", so Mayanne im Interview mit dem "Independent". Hoffentlich klappts.

Noch mehr von uns
Was hältst du von diesem Artikel?
  • :(
  • love it no Data :(
  • haha no Data :(
  • wow no Data :(
  • traurig no Data :(
  • wütend no Data :(
  • love it
  • haha
  • wow
  • traurig
  • wütend