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Instagram Greta Thunberg

Diese 15-jährige Schwedin demonstriert seit zwei Wochen

von Alisa Fäh

3 SEPTEMBER 2018

Life

Eine Schülerin will, dass der Klimawandel endlich ernst genommen wird – und schwänzt dafür wochenlang die Schule.

Greta Thunberg hat genug von Politikerinnen und Politikern, die immer davon sprechen, gegen den Klimawandel aktiv zu werden – und dann passiert aber doch nichts. Darum hat die Neuntklässlerin die Sache jetzt selbst in die Hand genommen: Seit zwei Wochen sitzt sie vor dem schwedischen Reichstag. Dort will sie noch bis zum 9. September, dem Tag der Parlamentswahlen, streiken. Ihre Botschaft an die Regierung ist klar: Nehmt den Klimawandel endlich ernst!

Die Schülerin fragte sich bereits in der Grundschule: Wenn es den Klimawandel wirklich gibt, warum spricht dann niemand darüber? Ihre Gedanken schilderte sie in einem Text, der prompt einen Schreibwettbewerb gewann. Sie klagte darin Politiker für ihr Nichtstun an: "Was ihr tut oder nicht tut, wird mein ganzes Leben bestimmen und das meiner Kinder und Enkel."

"Was lerne ich schon in der Schule?"

Laut Schulpflicht müsste Greta eigentlich im Klassenzimmer sitzen, das interessiert sie aber wenig: "Was lerne ich schon in der Schule? Fakten bedeuten doch nichts mehr. Politiker hören nicht auf Wissenschaftler – also warum sollte ich lernen?" Lieber verbreitet sie mit Plakaten in der Hand Botschaften wie "Skolstrejk för Klimatet" (auf Deutsch: Schulstreik für das Klima).

Ihre Eltern sehen ihren Streik entspannt, schliesslich habe sie immer ihre Schulbücher dabei und lerne jeden Abend. Gretas Mutter fasst zusammen: "Wir respektieren, dass sie ein Zeichen setzen möchte. Sie kann entweder zu Hause sitzen und sehr unglücklich sein – oder protestieren und glücklich sein." Die 15-Jährige selbst ist jedenfalls überzeugt: "Mir ist es egal, ob ich mit der Schule Probleme kriege. Ich glaube daran, dass ein einzelner Mensch einen Unterschied machen kann."

Greta bekommt Unterstützung

Allein ist Greta mittlerweile nicht mehr: Am Freitag haben sich über 30 Protestierende ihr angeschlossen – darunter auch ein Lehrer. Er sagt dazu: " Wir bewegen uns rasend schnell auf eine Katastrophe zu und in dieser Situation ist das einzig angebrachte, unangebracht zu handeln."

Die Schülerin hofft, dass das Thema in der politischen Agenda durch ihren Protest zukünftig an Priorität gewinnt. Eins steht jedenfalls fest: Die junge Aktivistin ist im Gespräch – und mit ihr die Klimapolitik.

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