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Courtesy of Depop

So funktioniert die gehypte Second-Hand-App Depop

von Milena Schneider

28 AUGUST 2019

Fashion

Die App Depop ist in aller Munde. Was du über die Second-Hand-Plattform wissen musst, erfährst du hier.

Depop ist mittlerweile eine der beliebtesten und meistgenutzten Online-Marktplätze für Secondhand- und Vintage-Kleidung weltweit – auch in der Schweiz gewinnt die Plattform immer mehr an Popularität. Gemäss der Plattform sind 90 Prozent der über 15 Millionen aktiven Nutzer unter 26 Jahre alt.

Depop ist Verkaufsportal und Community zugleich. Man hat die Möglichkeit, gegen 10% Komission gebrauchte oder auch ungetragene Kleidung weiterzuverkaufen oder auch selbst dort zu shoppen. Ausserdem gibt es eine Chat-Funktion, dank derer man mit Nutzern über den Preis verhandeln und sich über kreative Ideen austauschen kann. Unter anderem sind viele Künstlerinnen und Künstler auf der Plattform vertreten, die zum Teil ihre selbst kreierten Produkte verkaufen.

In der App gibt es Accounts sowohl von Privatpersonen als auch von Shops. Ein Depop-Account ist vergleichbar mit einem Insta-Account – das Design und die Handhabung sind sehr ähnlich.

Tipps und Tricks
  • Benutzerdefinierten Feed nutzen: Basierend auf den Artikeln, die man liked, schlägt einem Depop ähnliche Produkte vor. Diese sind unter dem Lupen-Icon in der Rubrik "Made for You" zu finden. Wir empfehlen deshalb: fleissig liken.
  • Mit der Verkäuferin verhandeln liegt immer drin: Aber bitte höflich nachfragen! Freche und unrealistische Preisanfragen kommen nicht gut an und werden möglicherweise ignoriert.
  • Preise vergleichen: Meistens gibt es für ein Teil mehrere Angebote. Unbedingt vorher abchecken und Preise vergleichen, um überteuerte Pieces zu vermeiden.
  • "Do you ship to Switzerland?" : Viele Shops kommen aus England oder den USA und nicht jeder liefert in die Schweiz (leider!). Also unbedingt vorher per Chatfunktion nachfragen.
Die Depop-Sprache

Tags generieren der Verkäuferin oder dem Verkäufer mehr Aufmerksamkeit. Viele Shop-Inhaber fügen Tags in der Produktbeschreibung ein, die den Stil des Artikels beschreiben. Wenn in der Suchanfrage eines der getaggten Wörter vertreten ist, findet man alle vorhanden Artikel zu diesem Stil.

Hier eine kurze Zusammenfassung der meistverwendeten Tags auf Depop:

Y2k: engl. "Year Two Kilo", also das Jahr 2000. Unter diesem Begriff findet man zum Beispiel tiefsitzende Jeans oder Croptops mit Tribal-Print.

Bratz: In den 2000er-Jahren gabs gleichnamige, barbie-ähnliche Puppen (dt. "Gören"). Signifikant für deren Look waren ein übertriebenes Make-Up, farbige Strähnen und Cargo-Pants, kombiniert mit Buffalos.

Deadstock: ein Kleidungsstück, das noch nie zuvor getragen wurde.

Sk8r boy: Der Skater-Style beinhaltet unter anderem weite Dickies-Hosen, Fischerhüte oder Sneakers von Vans.

Top-Sellers

@westernaffair

In Olivia Pudelkos Bio steht "Nostalgic Glamour". Sie ist eine Künstlerin und Schuhdesignerin aus London. Ihr einzigartiger Stil spiegelt sich in ihrem Shop wieder. Dieser reicht von Wild-West-Cowgirl bis zu Renaissance. Ab und zu sind auch eigens von ihr designte Teile dabei. Damit hebt sie sich definitiv von anderen Shops ab.

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I said yeee s 💍🐎

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@lillianscott12

Die gebürtige Australierin Lillian Scott ist ein Reisefüdli. Sie wohnt in Kopenhagen und war schon fast überall auf der Welt (sie führt auch einen Reiseblog). Auf ihren Reisen sammelt sie die schönsten Thrift-Teile und verkauft diese über Ihren Depop-Account. Zurzeit gibt es zum Beispiel gerade viele schöne Second-Hand-Finds von ihrem letzten Trip nach Berlin.

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Watermelon in hand

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@chinemachine

Chinemachine ist eine Vintage-Boutique aus Paris. Eine "kosmische Oase aus coolen Kleidungsstücken", wie sie sich selbst beschreiben. Der Account hat ein gutes Angebot an erschwinglicher Designermode. Die Bandbreite ist gross und beinhaltet bekannte sowie lokale Designlabels als auch Vintage-Finds. Von Zara bis Fendi ist alles dabei.

Wie alles begann

Im Jahr 2011 kam Simon Beckermann, dem Co-Gründer des italienischen Kultur- und Design Magazins "Pig", die entscheidende Idee. Er dachte sich, dass die Community, die über "Pig" vernetzt war, möglicherweise auch Interesse am Tausch von Ideen sowohl als auch von Produkten haben könnte, und setzte diese Idee in die Tat um – die Geburtsstunde von Depop. Seit 2016 ist die ehemalige Groupon-Managerin Maria Raga CEO des Unternehmens. Inzwischen hat Depop, mit Sitz in London, ebenfalls Büros in Mailand und New York.

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