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Dein Mücken-Guide für ein besseres Wochenende

von Martina Loepfe

7 JULI 2018

Health

Warum die blutrünstigen Biester stechen und wie sich Stiche vermeiden lassen, lest ihr hier.

Sommerzeit, Mückenplage: Wenn man Pech hat, kann ein Stich zur Grösse einer halben Aprikose anschwellen. Wie sich das vermeiden lässt, verraten wir euch in unserem kleinen Mücken-Guide.

Wer sticht?

Nur die Weibchen, denn sie benötigen zur Herstellung ihrer Eier Proteine. Die Proteine holen sie sich vom Blut von Menschen oder Tieren. Mücken-Männchen sind Veggies und saugen mit ihrem Stechrüssel nur Nektar.

Was passiert bei einem Stich genau?

Das Mückenweibchen sticht vor allem in der Dämmerung und nachts. Es sucht sich einen Wirt, setzt sich auf der Haut auf eine freie Stelle, worunter es ein Blutgefäss geortet hat. Es wartet einen Moment, um sicher zu sein, dass es nicht bemerkt wurde. Dann setzt es den Rüssel an und seine stechend-saugenden Mundwerkzeuge bohren sich tief ins Fleisch. Gruslig, sagt ihr? Es kommt noch dicker: Während des Saugens injiziert die Mücke mit ihrem Speichel das Protein Histamin. Dieser Stoff hemmt die Blutgerinnung und verursacht als Nebenwirkung den bekannten Juckreiz.

Wer wird gestochen?

Der Mythos, dass Mücken Menschen mit "süssem" Blut lieber stechen, hält sich hartnäckig. Fakt ist: Mücken suchen sich den Weg des geringsten Widerstands. Will heissen, sie bevorzugen Menschen mit dünner Haut und wenig Körperbehaarung. Das sind vor allem Kinder und Frauen. Mücken mögen ausserdem hohe Körpertemperaturen, was ebenfalls Kinder, aber auch schwangere Frauen betrifft. Sie lieben zudem: Das CO2 im menschlichen Atem und den Geruch von Schweiss.

Wie vorbeugen?

Wer sich in Wäldern und in der Nähe von stehenden Gewässern aufhält (idealen Mückenbrutstätten!), sollte lange Hosen und langärmlige Pullis tragen. Mückensprays wie Antibrumm, Kik oder Anti-Insect Forte haben in einem Kassensturz-Test sehr gut abgeschnitten und hielten Mücken unter strengen Testbedingungen fünf Stunden fern. Komplett wirkungslos dagegen sind viele anderen Mückensprays, sowie Duftkerzen und ätherische Öle. Das gute alte Moskitonetz ist noch immer die wirksamste Waffe gegen Mücken.

Was tun, wenn du doch gestochen wirst?

Nicht kratzen! Damit verteilt man den Stoff Histamin noch mehr und der Juckreiz wird unerträglich. Der Stich sollte besser schnell mit einem Anti-Histaminika behandelt werden. Davon gibts auch Tropfen für Kinder ab 3 Jahren. Wer nicht auf die Chemiekeule setzen mag: Kühlen hilft, entweder mit einem feucht-kalten Lappen oder eine Scheibe Zitrone. Oder: Reibt den Stich mit einer roten Zwiebel ein. Ihre schwefelhaltigen Substanzen mildern allergische Reaktion.

Warum hats dieses Jahr (noch) fast keine Mücken gegeben?

Die Mückenplage ist nicht jedes Jahr gleich intensiv. Das hat mit dem Regen zu tun. Ist der Frühling nass und warm, haben Mücken mehr Möglichkeiten, Eier und Larven in Pfützen, Regenrinnen und anderen stehenden Gewässern abzulegen und eine Mückenplage ist garantiert. Die niedrigen Temperaturen bis im Frühsommer trugen dazu bei, dass wir von grossen Mückenplagen verschont geblieben sind, denn Mücken mögens vor allem feucht-warm. Daumendrücken!

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