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Darum sollten wir niemanden nach der Herkunft ausquetschen

von Marie Hettich

27 FEBRUAR 2019

Life

Auf Twitter erzählen unter dem Hashtag #vonhier zahlreiche Userinnen und User von mühsamen Fragen nach ihrer Herkunft.

Bei "Das Supertalent" hat sich vergangene Woche eine ziemlich unangenehme Situation abgespielt: Juror Dieter Bohlen wollte von der fünfjährigen Kandidatin Melissa wissen, woher sie kommt – und konnte sich mit ihrer Antwort einfach nicht zufrieden geben.

"Aus Herne", antwortete Melissa. "Aber deine Mama und dein Papa? Kommen die von den Philippinen, oder was?"

Seht selbst:

Unter dem Hashtag #vonhier erzählen nun zahlreiche Twitter-Userinnen und User von ähnlichen Erlebnissen:

Man schämt sich ein bisschen, wenn man die kurzen Dialoge liest. Man schämt sich für das grosse Bedürfnis sehr vieler Menschen, alles und jeden in eine Schublade stecken zu müssen. Und man fragt sich still, ob man in der Vergangenheit vielleicht selbst schon mal so dämlich nachgehakt hat.

Der Hashtag #vonhier ist wichtig. Denn er stellt die Frage, wo Rassismus eigentlich anfängt. Dass es darauf keine universell gültige Antwort gibt, ist gerade gut – dann können wir alle umso mehr darüber nachdenken.

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