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Dank dieser Frauen gibts bald einen Coworking-Space für Eltern

von Marie Hettich

29 APRIL 2019

Job & Budget

In Zürich-Albsrieden eröffnet im Herbst Tadah – ein Coworking-Space mit Kinderbetreuung. Der Crowfunding-Aktion fehlen nur noch ein paar Hundert Franken.

Am 10. Mai wird Diana Wick ihren letzten Arbeitstag haben. Die 41-Jährige Mutter von zwei Kids hat ihren Job in der Werbebranche gekündigt, um sich voll und ganz Tadah widmen zu können – dem ersten grossen Schweizer Coworking-Space mit Kinderbetreuung, der im Herbst in Zürich-Albisrieden eröffnen wird. Auch ihre drei Business-PartnerinnenSarah Steiner, Klara Zürcher und Julia Bochanneck – haben ihre Jobs gekündigt. Den vier Frauen ist es ernst – es soll längst nicht nur bei einem Standort bleiben.

"Viele Eltern rennen morgens in die Kita, dann rennen sie auf den Zug und kommen völlig fertig im Büro an, bevor der Arbeitstag überhaupt begonnen hat", sagt Diana am Telefon. "Tadah möchte Entspannung ins Leben von berufstätigen Eltern bringen."

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Diana Wick ist eine der vier Tadah-Gründerinnen.

Das Konzept: "Totale Flexibilität". Eltern werden online zwischen vielen verschiedenen Abonnements auswählen können – je nachdem, was zur Familie und zur aktuellen Situation passt. Während Vater oder Mutter im Coworking-Space arbeiten, werden die Kids in einem separaten Raum professionell betreut – wie in einer Kita. "Im Gegensatz zu den meisten Kitas werden wir aber flexible Betreuungstage und -zeiten anbieten."

Das Angebot ist für Freischaffende gedacht, aber auch Festangestellen sollen sogenannte Corporate-Abos zur Verfügung stehen – wenn die Arbeitgebenden mitziehen. "Wir sind derzeit mit vielen kleinen, aber auch grossen Firmen im Gespräch."

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Nicht mehr lange – dann ist dieses Konzept Realität.

Kosten wird das Angebot von Tadah in etwa so viel wie die meisten Kitas in Zürich, "aber es gibt den Arbeitsplatz im Preis mit dazu", so Diana. Nur subventionierte Plätze könnten keine angeboten werden, da diese derzeit nur für klassische Kindertagesstätten vorgesehen sind.

Crowdfunding für den letzten Schritt

Dass der Coworking-Space nicht für alle Eltern in Frage kommt, ist der Unternehmerin bewusst: Man könne nun mal kein Angebot schaffen, das für jeden stimmt – aber immerhin versuchen, etwas auf die Beine zu stellen, das zumindest gewissen Leuten helfen kann. "Es gibt allerdings defintiv immer mehr Jobs, für die es nicht mehr als den eigenen Kopf und ein Laptop braucht. Die vielen Coworking-Spaces schiessen ja nicht grundlos wie Pilze aus dem Boden."

Tadah wurde hauptsächlich über private Investoren finanziert. Der letzte Finanzierungs-Schritt wird durch Crowdfunding möglich – bis zum Ziel fehlen noch ein paar Hundert Franken. Wer Tadah mit einer Spende unterstützen will, kann das noch bis zum bis 1. Mai hier tun.

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