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In Frankreich wird blöde Anmache jetzt strafbar

von Gina Buhl

3 AUGUST 2018

Life

Wer Frauen auf der Strasse penetrant anbaggert oder verbal belästigt, muss in Frankreich ab Herbst mit einer Geldstrafe rechnen.

Vergangenes Wochenende hat der Fall einer Studentin, die auf der Strasse belästigt worden ist, in Frankreich erneut die Sexismus-Debatte entfacht. Gestern beschloss das Parlament in Paris nun einstimmig eine härtere Bestrafung gegen das sogenannte Catcalling. Demnach sollen ab Herbst jetzt auch verbale Belästigungen im öffentlichen Raum mit Bussen von 90 bis 750 Euro bestraft werden.

Ein Erfolg für die Gleichstellungs-Ministerin

Das neue Gesetz ist ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen Sexismus – den unsere Nachbarn vor allem der französischen Ministerin für Gleichstellung Marlene Schiappa zu verdanken haben. Sie hatte bereits Ende 2017 einen Entwurf gegen sexuelle Übergriffe vorgelegt. "Das ist absolut notwendig, denn solche Vorfälle sind rechtlich momentan noch nicht definiert", sagte Schiappa damals gegenüber dem britischen Fernsehsender "BBC". Das wird sich jetzt ändern.

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Auf die Frage nach einem Beispiel für so eine Belästigung, beschrieb Schiappa gegenüber der "BBC" ein Szenario, in dem eine Frau auf der Strasse von einem Typen verfolgt und wiederholt nach ihrer Nummer gefragt wird. Auch Hinterherpfeiffen und penetrantes Anbaggern sollen bestraft werden.

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